DEUTSCHE LITERATURGESCHICHTE © gabriele weis

15./16. Jhd.   Renaissance/ Reformation/ Humanismuswpe102.jpg (15470 Byte)


 

 

Vorwiegend Gelehrtendichtung - an Höfen und Universitäten gegründete literarische Gesellschaften

Neulateinische und deutsche Werke als Früchte eines homo litteratus – mehr pädagogisch als dichterisch um die Verbreitung der Ideale des italienischen Humanismus bemüht, bis 1625 mit satirischem und religiös-populistischem Akzent

Sonderformen: Narrenliteratur, Streitgespräch, Briefform als Stilprinzip, Schriftprosa nun gleichrangig neben Versprosa (Unterhaltung, Mystik, Wissenschaft), Kirchenlied

Größere Werke nur als Sammlungen; sonst Schwank, Novelle mit z.T. internationalem Erzählgut; erste Massenproduktion in Form von Volksbüchern zur Verbreitung der alten Epenstoffe; satirische Literatur revueartig; Aufführungshoch der mittelalterlichen Spiele mit Neigung zu Massenszenen und Massenwirkung; daneben: Humanistendrama - lateinisch, szenisch arm, aber deklamatorisch; zwar Einteilung in Akte und Szenen, aber immer noch Methode der Reihung; Prinzip des Kampfes (Held siegt oder unterliegt), Spannung - zunehmend verbreitet als Schuldrama; Botschaft zunächst: Humanität, später Konfession; deutsche Prologe, später auch deutsche Aufführungen; primär biblische Stoffe

Wertschätzung des Dichters und des Wortes