aufgaben / themenstellungen

 

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text-Interpretation

 

Günter Grass  /  KATZ UND mAUS

(*1927)

KAP. II, S. 30 Natürlich bekam Mahlke...“

bis: S. 33 unten: „...im Fischerhafen Hela.“

 

 

Ø      Analysiere und deute diesen Textauszug unter Berücksichtigung folgender Arbeitshinweise:

1.      Novellen beschäftigen sich mit Unerhörtheiten – nicht allein auf der Ereignisebene:  gib nach einer knappen Hinführung einen Überblick über die Unerhörtheiten, um die sich die Grass-Novelle ´Katz und Maus´ für die in ihr agierenden Erzählfiguren dreht!

2.      Arbeite an der vorgelegten Textstelle systematisch heraus, welche Unerhörtheiten der Erzähler hier herauszustellen bestrebt ist und mit welchen eigenen darstellerischen Unerhörtheiten er seinen offenbar unauflöslich sperrigen Stoff zu bewältigen sucht!

3.      Ist an der hier vorgeführten Wahrnehmung, Thematisierung und Inszenierung von Rätselhaftigkeit in Deinen Augen etwas irgendwie typisch Pubertäres – oder eher nicht?

 

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literarische Erörterung

 

„Ich halte die Figur des ´Großen Mahlke´ für eine der ergreifendsten und glaubhaftesten Jungen-Gestalten in der modernen Dichtung.“

Walter Jens

 

Ø  Analysiere und erörtere diese Aussage!

 

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literarische Erörterung

 

„Alle drei Ich-Erzähler in allen drei Büchern [ „Die Blechtrommel“, „Katz und Maus“, „Hundejahre“] schreiben aus Schuld heraus: aus verdrängter Schuld, aus ironisierter Schuld, im Fall Matern, aus pathetischem Schuldverlangen, einem Schuldbedürfnis heraus - das ist das erste Gemeinsame. Das zweite Gemeinsame sind Ort und Zeit. Und das dritte Gemeinsame, in den Büchern natürlich unterschiedlich stark, ist die Erweiterung des Wirklichkeitsverständnisses: das Einbeziehen der Phantasie, der Einbildungskraft, des Wechsels zwischen Sichtbarem und Erfindbarem..“

Günter Grass

 

v       Entweder:

Ø       Erläutere diese Aussage ausführlich am Beispiel von ´Katz und Maus´!

  

v      Oder:

Ø       Erörtere die Frage, ob das ´Schreiben aus Schuld heraus´, das in ´Katz und Maus´ stattfindet, beim Erzähler selbst oder auch nur beim Leser zu wichtigen Erkenntnissen führt!  -  wo ja: zu welchen?  Wo nein:  warum nicht?

  

v       Oder:

Ø       Zeige, inwieweit der Erzähler von ´Katz und Maus´ eine ´Erweiterung seines Wirklichkeitsverständnisses´ betreibt! – Und erörtere die Möglichkeiten und Grenzen seines Verfahrens!

 

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Gestaltendes Interpretieren

 

Ø     Nimm die Textstelle KAP. II, S. 30 Natürlich bekam Mahlke...“ bis: S. 33 unten: „...im Fischerhafen Hela.“ zum Gegenstand einer entsprechend alternativen Ich-Erzählung aus dem Munde Mahlkes!

(Was würde M. von all dem erzählen? Was könnte sein Erzählmotiv sein – bedenkst Du sein Ende? Um welche Erweiterung seines Wirklichkeitsverständnisses könnte es ihm gehen – und wie würde sich das bei ihm anhören/lesen?)

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REFLEXION EIGENER EMPFINDUNGEN

-          in Reaktion auf die genauere Lektüre des jeweils auf seine Erzählgegenstände hin untersuchten Einzelkapitels

 

  

Hilfsfragen:

(bitte ausdrücklich kapitelbezogen beantworten!!!

+  bitte ausgefeilt schriftlich bis Fr. 30.1.02 per mail  -  ergibt eine 3. schriftliche Note in 12/2!)

1          berührt mich irgendetwas von dem da Erzählten?  -  wenn ja: was? + inwiefern? -  wenn nein: inwiefern nicht?

 

2          Interessiert mich etwas davon? – wenn ja: was? + inwiefern?  -  wenn nein: inwiefern nicht?

 

3          Worum geht es für den Erzähler Pilenz in diesem Kapitel? -  hätte ich das da Erzählte ähnlich wahrgenommen und ähnlich darüber berichtet, hätte ich mich in seiner Lage befunden? – oder ganz anders? – was unterscheidet mich darin, wie ich meine Zeit als 14-18jährige/r verbracht habe, von Pilenz´ Art? – wo gab es bei mir selbst oder bei Gleichaltrigen meines Gesichtskreises verwandtes Verhalten?

 

4          Worum geht es für Mahlke im Durchleben des da Erzählten vermutlich bzw. Pilenz´ Wahrnehmungen zufolge?  -  Kann ich nachvollziehen/mir ein Bild davon machen, wie Mahlke ist und warum er sich, wie von Pilenz beschrieben, verhält?  -  Inwiefgern ja? Inwiefern nein oder nur ansatzweise?  -  Wie wichtig waren und sind mir selbst und meinesgleichen diverse Abgrenzungsverhaltensweisen?  -  Verbinden sie sich bei mir undJugendlichen meines heutigen Gesichtskreises  mit anderen Motiven als bei Mahlke, wie Pilenz ihn wahrnimmt? 

 

5          Ist Mahlke in meinen Augen ein ebenso typischer Pubertierender wie Pilenz? –    oder sind im Gegenteil beide für mich eher untypisch? – als wie zeitgebunden empfinde ich das, was mir an beiden typisch oder untypisch für eine Pubertätsentwicklung erscheint?

 

6          Empfinde ich Mahlkes Entwicklungsgang als verhängnisvoll?  -  wenn ja: inwiefern?  -  wenn nein: inwiefern nicht?

 

7          Für den Fall: ja/  -  Habe ich bei der Lektüre insbesondere des von mir näher untersuchten Kapitels und im Nachdenken darüber das Empfinden, dass Mahlke deshalb einen verhängnisvollen Entwicklungsgang durchläuft, weil irgendwer an ihm wichtiges versäumt bzw. ihn zentral verletzt oder zu einem eher zunehmend aussichtslosen Verhalten gedrängt hat?