zur geschichte des erzählorts

2000 v.Chr- - 1100 n.Chr.

Danzigs Frühgeschichte

um 2000 v.Chr.

älteste Siedlungen bei Danzig

um 1000 v.Chr. - 500 n.Chr.

Ostgermanische Siedlungen an der Weichselmündung

um 500 v.Chr.

etruskische Handelsstraße an der Weichselmündung

um 200 v.Chr.

Urnengräber in Oliva, Eisenbearbeitung, Fund römischer Münzen

um die Mitte des 2.Jh. v.Chr. 
 

ostgermanische Goten siedeln an der Weichselmündung, gefolgt von Rugiern, Burgundern und Goten

78 n.Chr. 
 

Plinius bezeichnet die Weichsel als Fluß Germaniens. 
Tacitus erwähnt die germanischen Gotonen am Unterlauf der Weichsel

6.Jh. n.Chr. 
 

Siedlungsgebiet der Ästen. 
Erstmalige Erwähnung des Namens "Gothiscandza" durch Jordanes.

7.J. n.Chr.

Slawen (Pomeranen) besiedeln das Gebiet der späteren Rechtstadt Danzigs.

um 900 n.Chr. 
 
 

Wulfstan, der angelsächsische Seefahrer berichtet von mehreren Siedlungen im Gebiet der Weichselmündung und der Halbinsel Hela. 
Der baltische Volksstamm der Prussen erreicht die Weichsel.

nach 950 n.Chr.

An der Mottlau wird eine pomeranische Burg gebaut

963 
 

der polnische Herrscher Mieszko I. begibt sich unter die Lehnshoheit des deutschen Kaisers Otto I.

976

Kämpfe um Pommern zwischen Mieszko I. und dem deutschen Kaiser Otto II.

991  

Als Schutz vor einer Eingliederung ins Deutsche Reich unterstellt Mieszko I. sein Herrschaftsgebiet dem Heiligen Stuhl.

997 
 
 
 

Herzog Boleslaw Chrobry versucht die baltischen Prussen und slawischen Pomoranen zu unterwerfen. 
Adalbert von Prag wird von Prussen erschlagen. 
Erste urkundliche Erwähnung Danzigs ("urbs Gyddanyzc").

29.06.999

Adalbert von Prag wird heilig gesprochen.

um 1000

das Land um die Weichselmündung wird von Boleslaw Chrobry besetzt

1025

Boleslaw Chrobry wird zum König gekrönt

1039 
 

Pommern wird vom böhmischen Herzog Bretislaw I. erobert. Polen verliert seinen Zugang zur Ostsee.

Ende 11.Jh.

die Burgsiedlung wird durch einen Brand zerstört

1113

Boleslaw III. erobert das Küstengebiet um Danzig und verleibt es Polen ein.

1123-1308

Danzig und Pommerellen

1123

Pommerellen wird der Diözese Leskau zugeteilt.

1150 
 

der pomerellische Herzog Subislaw I. stiftet St.Katharinen als Pfarrkirche für die Burgsiedlung

um 1170-1294 
 

Sambor und seine Nachkommen sind Herzöge von Pommerellen und Fürsten von Danzig.

1170-1180

deutsche Handwerker und Kaufleute lassen sich erstmals nachweisen

18.03.1178

Das Kloster Oliva wird auf der Danziger Burg urkundlich bestätigt.

1220-1224  

ältestes erhaltenes Zollprivileg für die lübischen Kaufleute Danzigs.

1224 
 

Prussenüberfall des Klosters Oliva 
die Marktsiedlung erhält deutsches Stadtrecht

22.01.1227

Übergabe der Nikolaikirche an die Dominikanermönche

1227

der pomerellische Herzog Swantopolk befreit sich von der polnischen Oberhoheit

um 1240

St.Marien wird Pfarrkirche für die deutsche Stadt

05.08.1260

Der Danziger Dominik wird erstmals gefeiert.

1271

Markgraf Konrad von Brandenburg besetzt Danzig

1272

die Danziger Burg wird durch Boleslaw von Polen erobert

1295

Przemyslaw von Polen verleiht der Stadt das Magdeburger Stadtrecht

1301

kuzzeitige Inbesitznahme Danzigs durch den Deutschen Orden

1308-1454

Danzig unter dem Deutschen Orden

1308 
 
 
 

die Brandenburger erobern Pomerellen und werden von der Bürgerschaft in die Stadt eingelassen. Die Burg Danzig leistet Widerstand und ruft den Deutschen Orden zu Hilfe. Der Deutsche Orden zwingt die Brandenburger zum Rückzug und nimmt von der Burg Besitz, nachdem ihm die Kosten für diesen Einsatz nicht erstattet werden.

14.11.1308 
 
 

Die Danziger lassen den Deutschen Orden in die Stadt und liefern mehrere pomerellische Ritter und Adlige aus, die zuvor gegen den Orden gekämpft hatten. Der Orden richtet die Ausgelieferten hin.

13.09.1309 
 
 

Der Deutsche Orden zahlt für den größten Teil Pomerellens mit Danzig an die Brandenburger 10.000 Mark Silber. Der deutsche König Heinrich VII. bestätigt den Verkauf.

1312 
 

Herzog Wladyslaw von Polen klagt vor der päpstlichen Kurie in Avignon auf die Herausgabe Danzigs. Die Klage wird abgewiesen.

1320 
 

eine weitere Klage hat erneut keinen Erfolg. Die Besitzrechte des Deutschen Ordens werden bestätigt.

um 1320

die ersten Ansiedlungen im Gebiet der Rechtstadt beginnen.

um 1340

Bau der Ordensburg

1346-1509

Bau des Stockturms

1359-1502

Erweiterung der Marienkirche

um 1377

die Altstadt erhält Stadtrechte

1380

die Jungstadt wird gegründet

15.07.1410

Der Deutsche Orden verliert bei Tannenberg gegen die Heere Polens und Litauens

14.03.1440 
 
 

Der Preußische Bund wird gegründet. Ziel ist, die Ordensherrschaft abzuschütteln. Später wurden Verhandlungen mit Polen aufgenommen, um sich nach der Befreiung vom Orden unter den Schutz der polnischen Krone zu stellen.

Anfang Januar 1454  

Die Danziger bereiten sich auf einen Sturmangriff auf die Ordensburg vor.

11.02.1454 
 
 

Der Deutsche Orden räumt freiwillig die Burganlage, woraufhin sofort mit dem Abbruch der Burg begonnen wird. Grund war, daß sich dort nie wieder ein Herrscher festsetzen können sollte..

06.03.1454 

der polnische König Kasimir unterschreibt die Inkorporationsurkunde für Preußen und Danzig. Die westpreußischen Stände gehen eine Personalunion mit der Krone Polens ein.

1454-1793

Danzig unter dem Schutz der Krone Polens

1477-1481

Neubau des Artushofes

1520

Danzig wird durch ein Heer des Ordens belagert

1522

der Reformator Jacob Hegge predigt in der Stadt

1526

König Sigismund von Polen unterdrückt die Reformation

1558

das akademische Gymnasium wird gegründet

1577

Danzig wird durch Stephan Barthory belagert

1626

Belagerung durch die Schweden

1660

der Friede von Oliva beendet den schwedisch-polnischen Krieg

1704

Belagerung durch Schweden

1709

die große Pest rafft große Teile der Bevölkerung hin

1734

Russisch-sächsische Belagerung der Stadt

1772

Polen wird das erste Mal geteilt. Danzig wird von den Preussen eingekreist.

04.04.1793 
 
 

Preußische Truppen ziehen in Danzig ein. Vereinzelter bewaffneter Widerstand wird schnell niedergeschlagen. Prominente Danziger (wie die Familie Schopenhauer) verlassen Danzig weil sie nicht unter der preußischen Herrschaft leben wollen.

1793-1807

Danzig unter der Herrschaft Preußens

März-Mai 1807

Belagerung durch französische Truppen

24.05.1807

Danzig wird an die Franzosen übergeben

01.06.1807

Napoleon zieht in Danzig ein

1807-1813

Danzig als Freie Stadt

09.07.1807 

Friedensvertrag in Tilsit. Preußen verliert große Teile seines Territoriums. Danzig wird Freistaat

Januar-November 1813

Russisch-preußische Belagerung der Stadt.

02.01.1814 
 

Die russischen und preußischen Truppen haben den Widerstand gebrochen und ziehen in die Stadt ein.

1814 
 

viele bekannte Danziger (z.B. die Familie Schopenhauer) verlassen ihre Heimatstadt und gehen ins Exil, weil sie nicht unter preußischer Herrschaft leben wollen.

1814-1920

Danzig als preußische Stadt

1824-1878

die Provinzen West- und Ostpreußen werden von Königsberg aus verwaltet.

1840

Die Weichsel verläßt bei Neufähr ihr Flußbett und bricht zur See durch

1852

Danzig wird an die preußischen Eisenbahnen angeschlossen

1869-1871

die Stadt erhält eine moderne Wasserleitung

1890-1895

eine neue Weichselmündung wird zwischen Schiewenhorst und Nickelswalde angelegt.

1895-1897

die großen Wälle um die Stadt werden niedergelegt

1914

zahlreiche umliegende Gemeinden werden in die Stadt eingemeindet

28.06.1919

der Vertrag von Versailles wird geschlossen

1920-1939

Danzig als Freie Stadt / Machtergreifung der Nationalsozialisten

10.01.1920 
 

Danzig scheidet aus dem Deutschen Reich aus und steht unter dem Schutz des Völkerbundes

15.11.1920

Danzig wird zur Freien Stadt erklärt

04.08.1921

Generalstreik im Danziger Hafen wegen Verladung polnischen Kriegsmaterials

24.10.1921

Polen werden im Warschauer Abkommen weitgehende Rechte eingeräumt.

17.04.1924 
 

der Völkerbund gestattet Polen die Errichtung eines Munitionslagers auf der strategisch wichtigen Danziger Westerplatte.

14.06.1924 
 

der Völkerbund entscheidet, daß die ausgeblutete Stadt Danzig die Hälfte der Kosten für den Bau des polnischen Munitionslager (3.000.000 Gulden) aufbringen muß.

31.08.1924 
 

In Danzig sind 383.995 Personen gemeldet, davon bekennen sich 96% zum deutschen und 3% zum polnischen und kaschubischen Volkstum.

05.01.1925 
 

Zuspitzung des Poststreits. Polen läßt in der Innenstadt polnische Briefkästen aufstellen mit der Begründung, die Innenstadt gehöre zum Hafengebiet in dem Polen zuständig sei.

15.10.1930 
 

Albert Forster erhält von Adolf Hitler unbeschränkte Vollmachten über die Parteigliederungen der NSDAP

07.01.1931

In Paris erscheint ein polnisches Flugblatt: "Danzig, eine Gefahr für den Weltfrieden"

25.01.1931

Blutiger Zusammenstoß zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten

15.04.1931

Polen fordert den Einsatz polnischen Militärs in Danzig

31.01.1933

40.726 Arbeitslose in Danzig. Die wirtschaftliche Situation spitzt sich zu.

Mai 1933

Hermann Rauschning, ein Nationalsozialist, wird Senatspräsident

Februar 1934

weitere 1.600 Menschen werden arbeitslos aufgrund von polnischen Einfuhrsperren

27.06.1934

Die "Danziger Volksstimme" wird für 6 Monate verboten

September 1934 
 

Die "Danziger Landeszeitung" und die "Danziger Allgemeine Zeitung" stellen ihr Erscheinen ein.

24.11.1934

Senatspräsident Rauschning tritt zurück und wendet sich von den Nazis ab.

März/April 1935 
 
 

der Druck auf die Oppositionspresse hält an: Die "Danziger Volksstimme" wird für vier Tage verboten, die "Danziger Volkszeitung" wird verwarnt und die "Gazeta Gdanska" wird gezwungen, ihr Erscheinen einzustellen.

05.04.1935 
 

Nach Joseph Goebbels, Rudolf Heß greift nun auch Hermann Göring für die NSDAP in den Wahlkampf ein.

07.04.1935 
 

Ergebnis der Wahlen: NSDAP - 44 Sitze, SPD - 12 Sitze, Zentrum - 3 Sitze, Kommunisten - 2 Sitze, Polen - 2 Sitze

01.08.1935 
 

Der Senatspräsident Greiser erklärt aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten den Staatsnotstand und will mit Polen über Streitfragen verhandeln

Dezember 1935 
 
 
 
 
 

Albert Forster: "Der Völkerbund hat hier nichts zu sagen. Er muß mit seinen Wurzeln restlos ausgerottet werden. Und mit ihm alle anderen. Ich will ganz offen reden: Mit ihm auch Polen..." 
Der polnische Vertreter in Danzig Dr.Strasburger warnt Warschau vor dieser Entwicklung. Die Gefahr wird nicht erkannt, Dr.Strasburger wird wegen Unfähigkeit abberufen.

29.05.1936 
 

Senator a.D. Dr.Blavier wird von der Politischen Polizei in Schutzhaft genommen. 
Die Zeitung "Neue Zeit" wird für acht Monate verboten.

03.06.1936

Die "Danziger Volksstimme" wird für zwei Monate verboten

18.8.1936 
 

8.000 Polen demonstrieren in Posen: "Danzig war und wird polnisch bleiben", "Danzig muß polnisch werden"

15.10.1936 
 

120 Sozialdemokraten werden in Polizei- und Schutzhaft genommen. Die SPD wird aufgelöst und verboten.

30.11.1936 
 

Abgeordnete der SPD und des Zentrums werden der "staatsfeindlichen Betätigung" beschuldigt.

18.02.1937

Der Schweizer Volker Burkhardt wird neuer Völkerbundkommissar

27.03.1937

Die "Danziger Volkszeitung" wird für sechs Monate verboten.

25.05.1037

Der sozialdemokratische Abgeordnete HansWiechmann verschwindet "spurlos"

21.10.1937

Die Danziger Zentrumspartei wird als letzte Oppositionspartei verboten

November 1937 - Sommer 1938 
 

von ca. 10.500 Juden verlassen 5.000 Danzig ungehindert. Judenhetze, Arisierungen und Boykott nehmen immer stärker zu.

12./13.11.1938 
 

"Reichskristallnacht": Massenverhaftungen jüdischer Mitbürger, Plünderungen, Brandstiftungen. 1.500 Juden fliehen in den Folgetagen über die Grenze nach Polen.

21.11.1938

die "Nürnberger Rassengesetze" werden in Danzig eingeführt

22.03.1939 
 

per Gesetz wurde die Amtsdauer des Volkstages um 4 Jahre verlängert. Damit sind freie Wahlen zum Volkstag praktisch ausgeschaltet.

28.04.1939 
 

Hitler erklärt vor dem deutschen Reichstag: "Danzig ist eine deutsche Stadt und will zu Deutschland".

17./18.06.1939 
 

Reichspropaganda-Minister Göbbels in Danzig: "Danzig ist über Nacht zu einem internationalen Problem geworden".

19./22./23.07.1939

Grenzzwischenfälle zwischen Danzig und Polen. Schießereien.

18.08.1939 
 

Reichsdeutsche reisen nach Danzig als Touristen ein und werden in die "SS-Heimwehr Danzig" eingegliedert.

23.08.1939

Albert Forster wird Staatsoberhaupt der Freien Stadt Danzig

25.08.1939

das Kriegsschiff "Schleswig-Holstein" ankert vor der Westerplatte.

01.09.1939 - Ende März 1945

Danzig im III. Reich unter der Herrschaft der Nationalsozialisten

01.09.1939 
 
 
 

Der 2. Weltkrieg beginnt mit der Beschießung des polnischen Munitionsdepots auf der Westerplatte durch die "Schleswig-Holstein". 
Die "Polnische Post" am Heveliusplatz wird angegriffen. 
Danziger Staatsangehörige polnischer Nationalität werden in Stutthof interniert.

01.09.1939 
 
 

die Danziger Verfassung wird ohne Volksbefragung aufgehoben. 
Danzig wird völkerrechtswidrig ins Deutsche Reich "eingegliedert" 
Gesetzliches Zahlungsmittel wird die Reichsmark.

08.09.1939

die polnischen Verteidiger des Munitionsdepots Westerplatte kapitulieren.

14.09.1939

Gdingen / Gotenhafen wird eingenommen

19.09.1939

Hitler wird in Danzig triumphal begrüßt

27.09.1939

Polen kapituliert.

31.10.1939

Gauleiter Albert Forster wird Reichsstatthalter des Reichsgaues Danzig-Westpreußen

25.11.1939

Danziger Bürger polnischer Nationalität werden ausgebürgert aus deportiert.

18.01.1940 
 

1.100 ehemals polnische Staatsangehörige werden in Zoppot als "Volksdeutsche" anerkannt.

12.07.1942

erster Luftangriff auf Danzig

24.07.1943

die letzten jüdischen Mitbürger werden deportiert.

09.03.1945

Schwere Bombardierungen und Luftangriffe

16./26.03.1945

weitere schwere Luftangriffe verursachen Großbrände

24.03.1945 
 
 

Flugblatt "Marschall Rokossowski an die Garnison von Danzig und Gdingen" fordert die Einstellung des Widerstandes. Allen, die sich gefangen geben, wird "das Leben und die Belassung  des persönlichen Eigentums" garantiert.

28./29.03.1945

die deutschen Truppen ziehen sich zurück

Ende März/Anfang April 1945 
 
 
 
 
 

Trotz  schwerer Luft- und Artillerieangriffe war Danzigs Innenstadt bei Einstellung der Kampfhandlungen noch weitgehend unzerstört. Nach Einzug der russischen Truppen wurde die Stadt systematisch geplündert und niedergebrannt. Nachfolgende polnische Einheiten konnten die Zerstörung der Stadt nicht mehr verhindern. 
In diesen letzten Tagen der alten Stadt Danzig starben ca. 30.000 Danziger und Flüchtlinge.

1945 - heute

Danzig nach dem Krieg - die polnische Stadt Gdansk

13.04.1945

der Schulbetrieb wird wieder vereinzelt aufgenommen.

09.05.1945

die letzten Verbände der Wehrmacht kapitulieren auf der Frischen Nehrung

10.06.1945

die ersten polnischen Rundfunkprogramme werden ausgestrahlt.

15.06.1945

die Ausweisungsbestimmungen für Deutsche treten in Kraft

25.03.1946

die vertriebenen Danziger gründen in Lübeck den "Bund der Danziger e.V."

1947

die Restaurierung der zerstörten Marienkirche wird begonnen

1949

in Danzig leben 185.000 Polen und noch 3.000 Deutsche

1952

Der Wiederaufbau der Danziger Rechtstadt im historischen Baustil wird beschlossen

1966

das Danziger Krantor ist wieder hergestellt

14.12.1970 
 

Beginn des Streiks der Arbeiter der Leninwerft nach Preiserhöhungen von Grundnahrungsmitteln

Dezember 1970

Schwere Unruhen mit Verletzten und Toten führen zur Ablösung Gomulkas.

1977

Danzig ist der größte Hafen im Ostseeraum mit 24.500.000 Tonnen Umschlag

12.12.1980

Solidarnosc-Denkmal zum Gedenken an die 1970 getöteten Werftarbeiter wird enthüllt

12./13.12.1981

Verhaftung der Solidarnosc-Führer und Verhängung des Kriegsrechtes durch Jaruzelski

August 1982

Proteste gegen Jaruzelski in Danzig. Zusammenstöße von Demonstranten mit der Miliz.

08.10.1982

Streik in Danzig gegen das Solidarnosc-Verbot

05.10.1983

Lech Walesa erhält den Friedensnobelpreis

01.12.1988

Mit der Stillegung der Danziger Leninwerft wird begonnen.

17.04.1989

die Solidarnosc wird in Danzig wieder zugelassen.

März 1990 
 

Lech Walesa: "Wenn die Deutschen ... von neuem Europa destabilisieren ... muß dieses Land schlicht und einfach von der (Land-) Karte gestrichen werden..."

Mai 1990

Die Leninwerft wird umbenannt in "Danziger Werft".

1992

McDonald "erobert" den Danziger Hauptbahnhof und eröffnet eine "Hamburger"-Station

1996

Gdansk feiert "Millenium" - 1.000 Jahre Gdansk.