FRIEDRICH SCHILLER
(1759 IN MARBACH - 1805 IN WEIMAR)
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Vater: Johann Caspar
Schiller, Wundarzt, württembergischer
Werbeoffizier und späterer Verwalter der herzoglichen
Hofgärten auf der Solitude
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Mutter: Eleisbeth Dorothea
Schiller, geb. Kodweiß, Gastwirtstochter aus Marbach
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Kindheit und Jugend in ärmlichenn Verhöltnissen in Marbach, ab 1762 in
Ludwigsburg, 1794 in Lorsch - Dorfschule, 1766 wieder in Ludwigsburg
- Lateinschule
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will Theologie studieren
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seit 1773 auf Befehl Herzog Karl Eugens Besuch der Militär-Pflanzschule
(später: Karlsschule genannt) auf
der Solitude -
strenge militärische Zucht unter Abschluß von der Außenwelt
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anfangs juristische, nach Verlegung der Karlsschule nach Stuttgart
medizinische Studien
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nach Studienabschluß´1780 schlecht bezahlter Regimentsmedicus in Stuttgart
- kraftgenialisches Leben
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Wegen Anwesenheit bei der sensationellen Uraufführung der ´Räuber´in
Mannheim 1782 und einer Reise nach Mannheim ohne Urlaub: Arreststrafe, Schreibverbot
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Sept. 1782 Flucht nach Mannheim
zusammen mit dem Musiker Streicher und weiter nach Frankfurt
- völlig mittellos
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Intendant Dahlberg lehnt den in Oggersheim umgearbeiteten Fiesco erneut ab
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Zuflucht auf dem Gut der Henriette v. Wolzogen
in Bauerbach bei Meiningen unter falschem Namen (Dr. Ritter)
- Entstehung von
´Kabale und Liebe´ und ´Don Carlos´
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1783/4 Rückkehr nach Mannheim
- dort Theaterdichter des
Nationaltheaters und Mitglied der Deutschen Gesellschaft;
längere Krankheit; Umgang
mit Charlotte von Kalb; Gründung
der Zeitschrift ´Rheinische Thalia´
· 1785 enttäuschende Entlassung vom Theater - auf Einladung C.G.Körners nach Leipzig
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Streben nach Selbständigkeit -
1787 nach Weimar; UmgaNG MIT
Herder, Wieland, Charlotte v. Kalb; historische
Arbeiten
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Berufung als unbesoldeter Prof. für Geschichte nach Jena:
1789 Antrittsvorlesung
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1790 Heirat mit Charlotte
von Lengfeld; Brotschriftstellertum
als Übersetzer und Herausgeber von Memoirenschriften - 1791 erste
schwere Erkrankung - Kur in Karlsbad und Erfrurt
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Überwindung der finanziellen Notlage durch ein 3jähriges Stipendium des
Erbprinzen von Augustenburg - genutzt zum Studium zeitgenössischer
Philosophie,bes. Kants
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seit Juli 1794 sich vertiefende Freundschaft mit Goethe
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http://www.landestheater-tuebingen.de/03_04/stuecke/kabale.html :
Friedrich Schiller wurde am 10. November 1759 als Sohn eines Offiziers in Marbach am Neckar geboren. Auf Geheiß des württembergischen Herzogs Karl Eugen schickte ihn sein Vater auf die militärisch strenge Karlsschule. Danach begann er ohne wirkliches Interesse ein Jurastudium an der Militärakademie und wechselte ein Jahr später zur Medizin: Schiller arbeitete als schlechtbezahlter Regimentsarzt. Als er wegen einer unerlaubten Reise ins kurpfälzische Ausland nach Mannheim inhaftiert wurde und der Herzog ihm das Verfassen nicht-medizinischer Schriften verbot, entschloss sich Schiller 1782 zur Flucht aus der Heimat. Er führte ein von finanziellen Sorgen geprägtes Wanderleben, wurde für ein Jahr als Theaterdichter am Mannheimer Nationaltheater verpflichtet und erhielt schließlich 1788 eine unbezahlte Professur für Geschichte in Jena. Drei Jahre später wurde bei ihm eine Lungenkrankheit diagnostiziert, von der er sich nie mehr erholte. 1794 setzte die intensive Zusammenarbeit mit Goethe ein, die ihn letztlich auch dazu bewog, nach Weimar überzusiedeln. Schiller starb am 9. Mai 1805.
Schillers Bedeutung für die deutsche Bühne ist immens. So sahen zum Beispiel die nationalen Bewegungen des 19. Jahrhunderts in seinem Werk das einigende Band für das politisch zersplitterte, nur als Kulturnation existierende Deutschland. Seine frühen Stücke DIE RÄUBER (UA 1782), DIE VERSCHWÖRUNG DES FIESCO ZU GENUA (UA 1783) und das bürgerliche Trauerspiel KABALE UND LIEBE (UA 1784) werden aufgrund ihres rebellischen, gegen die absolutistische Gesellschaft gerichteten Impetus dem Sturm und Drang zugerechnet.