HISTORISCHE KONTEXTE:

 

 

    Pic 05

 

 

        

 

 

 

- - - GRIECHISCHE AUFKLÄRUNG - - -

- Philosophie/Wissenschaft löst Mythologie ab -

Philosophie der Antike l-sanduhr.gif (4955 Byte)

  Vorsokratiker   l-weiter.gif (2711 Byte)

Milesische Naturphilosophen 

 

 

 

...Zu den Wechselwirkungen zwischen politischer + kultureller Entwicklung:

 

·          Die Rückwirkungen des Kolonisationsvorganges seit dem 8. Vorchristlichen Jahrhundert kehren im 6. Vorchristliche Jahrhundert in den meisten griechischen Stadtstaaten das Unterste zuoberst.

·          Der Handel bedient sich je länger je mehr der Geldwirtschaft.  Und er gibt den Anstoß zu neuen Formen dessen, was man im 19. Und 20. Jhd. internationale Arbeitsteilung nennen wird.

·          Die traditionelle Palette landwirtschaftlicher Produkte, von denen sich die Polisbewohner bis dahin ernährt haben, sind auf den ägäisch-vorderasiatischen Märkten billiger zu haben.

·          Konkurrenzfähig produzieren kann Griechenland viel besser im Rahmen eines ausgeprögten Oliven- und Weinanbaus.

·          Leisten kann sich eine solche landwirtschaftliche Umstellung aber nur, wer Geld hat  -  also der am Handel beteiligte Adel, der nun die Naturalabgaben seiner bäuerlichen Geschlechterverbands-Mitglieder in Geldabgaben umwandelt.

·          Resultat 1:  Verarmung und Üerschuldung der Bauern

·          Resultat 2:  Die Geschlechterverbände funktionieren nicht mehr.  Das Ansehen der Aristokraten schwindet.  Ihre traditionelle Bevorrechtigung wird fragwürdig.

 

.          Da diese Bevorrechtung von allem Anfang an religiös begründet gewesen war, gilt nun das jahrhundertealte Geschlechtercharisma (=die halbgöttliche Herrschaftsbefähigung des Adels) als seit offenbar geraumer Zeit verloren.

·         die homerischen Mythen hatten von der göttlichen Abkunft der einstigen Geschlechterverbands-Gründer in mykenischer Zeit berichtet: Diese Gründer hatten ihre Befähigung zum Herrschen darauf zurückgeführt, daß sie Heroen waren, Halbgötter, Kinder der Vereinigung eines Gottes mit einem Menschen - - –

 

·          Resultat 3:  Folglich gehen die griechischen Polisbewohner im Verlauf der Krise des 6. Vorchristliche Jhds. dazu über, Religion und Politik getrennter zu denken als bisher  -  und sie auch in ihrem praktischen Leben allmählich voneinander zu scheiden

·         Resultat 4:  Das ist der Schritt in eine neue Kulturepoche   -  in das Zeitalter der griechischen Aufklärung  (5../4. Jhd. v. Chr.)

·         Resultat 5:  Entsprechend sucht man nach neuen Herrschaftsmodellen im Bereich der Politik.  Zur aktuellen Problemlösung errichtet man zunächst eine gewaltherrschaftliche Regierungsform, die auf religiöse Rechtfertigungen verzichtet:  die Tyrannis