... wichtigster Impulsgeber u.a. für die europäische Literatur:

 

das antike Griechenland

 

Aus einem Geschichtsbuch:

 

Wenn du heute ein Theater siehst, denkst du sicherlich nicht daran, daß es bereits in Athen vor 2300 Jahren ein großes Theater gab. 

 Die Athener zahlten keinen Eintritt, sondern bekamen ein Tagegeld, so daß alle die Aufführungen besuchen konnten. 

Mehr als 10 000 Menschen faßte das Theater, und es war gut gefüllt, wenn zu dem großen Fest des Gottes Dionysos die Dichter Athens ihren Wettstreit austrugen.

Die Theaterwettkämpfe waren wie die sportlichen Wettkämpfe ein Fest ffir alle Athener.  Einen Tag trugen die Dichter ihre Gedichte vor, am folgenden Tag wurden die Lustspiele, die Komödien, aufgeführt, drei weitere Tage sah man die Trauerspiele, die Tragödien, von drei Dichtern. 

 Reiche Athener bezahlten die Schauspieler und Chöre, um sich Ansehen zu erwerben.  Die Preisrichter wählten am letzten Tag den besten Dichter und krönten ihn mit einem Efeukranz.

 

 

 

·          Einige der Stücke sind uns überliefert und werden noch heute gespielt.

 

·          Zu diesen Stücken gehört die Tragödie "Antigone" des Dichters Sophokles:

 

Kreon, der König von Theben, befiehlt, daß der Leichnam seines Neffen, der sich gegen ihn aufgelehnt hatte, nicht begraben werden darf. Deswegen kann dessen Seele nicht in die Unterwelt eingehen.  Antigone wehrt sich gegen diesen Befehl und will den Leichnam ihres Bruders begraben, obwohl ihr die Todesstrafe droht.  Sie stellt den Willen der Götter und die Liebe zu ihrem Bruder über das ungerechte Gebot des Onkels und Königs.  Wie Sokrates opfert sie ihr Leben für ihre Überzeugung.  Auch Frauen konnten also Heldinnen in der Tragödie sein und somit als Vorbild gelten.

 

·          Mit solchen Tragödien sollten die Zuschauer unterhalten, vor allem aber belehrt werden. 

·          Chöre vertieften durch ihren feierlichen Gesang noch die Wirkung der Stücke. 

·          Die Schauspieler waren immer Männer; sie traten mit festen Masken auf So wirkte ein Theaterstück, gespielt in einem Freilichttheater, doch ganz anders als die Aufführungen in modernen Theatern.

 

Tragödie (griechisch: "Bocksgesang) / Komödie:

 

Aus Aufführungen mit drei Schauspielern entwickelte sich die Tragödie, die in Athen im 5.Jahrhundert ihren Höhepunkt hatte. 

Sie behandelte Stoffe der griechischen Sagen (Mythen): Menschen verstoßen gegen die göttliche oder allgemeine Ordnung und werden bestraft. 

Allerdings zeigen die Helden der Tragödien in ihrem Untergang menschliche Größe. 

Solche "Trauerspiele" sollten die Zuschauer erschüttem und zum Nachdenken anregen.

  

Nur unter den Menschen spielten in der Regel die Komödien. 

In ihnen machten sich die Dichter über die Schwächen ihrer Mitmenschen auch der Politiker - lustig und kritisierten sie; die Zuschauer aber erheiterten und unterhielten sie damit.

 

 

 

 

Philosophie (griechisch"philos", d. h. Freund, und "sophia", d. h. Weisheit):

 

Gelehrte Griechen bemühten sich seit dem 6. Jh. v. Chr. darum, Naturerscheinungen wissenschaftlich und nicht mehr aus dem Wirken der Götter zu erklären. 

Auch für die Rolle des Menschen in der Welt wollten sie grundlegende und vernünftige Antworten finden. 

Sokrates, Platon und Aristoteles sind die berühmtesten griechischen Philosophen.