sarah l., ge13, 5.5.2002

 

LAND:

Mexiko 

Grunddaten

 

/ Stand frühjahr 2002:

Hauptstadt:

México D.F. (Distrito Federal) 

km3:

1.953.162 km2 Fläche

(5 x so groß wie D) 

Einwohnerzahl:

100,37 Mio. Einw. 

Bevölkerungsdichte:

51,4 Einw./km2 

Bevölkerungswachstum:

1,77% 

Haupt-Exportprodukte:

Gesamtwert: 110.4 Billionen US $ Rohöl, Kaffee, Silber, Motoren, Autos, Baumwolle, elektronische Geräte für den Endverbraucher

Partner: USA 85%, Kanada 2,1%, Japan 1%, Spanien 1%, Chile 1%, Brasilien 1% 

Marktanteile multinationaler Konzerne:

Elektronikgeschäft (Microsoft, Nokia, Sony), Bierkonzerne, Automobilindustrie (Daewoo),Ölindustrie 

Bruttosozialprodukt:

694,3 Billionen US $ 

Pro-Kopf-Einkommen:

7,700 US $ 

Alphabetisierungsgrad:

Männer 8,2% Frauen 12,6% 

Arbeitslosenquote:

3,7% 

Armut:

durchschnittlich 59,8% 

Ethnien:

Mestizen (Spanisch-Indianisch) 60%, Indianer 30%, Weiße 9%, Andere 1%

Religionen:

 89% Katholiken, 6% Protestanten, traditionelle Religionen

Gegenwärtiges Regierungssystem:

 Präsidiale Bundesrepublik

Zweikammernparlament mit Abgeordnetenhaus und Senat

Politische Systemgeschichte:

Seit 1917 Präsidiale Bundesrepublik; die institutionalisierte Revolutionspartei (PRI) hat seit ihrer Gründung 1928 alle Staatspräsidenten gestellt und über Kongressmehrheit verfügt; sie verfolgt einen gemäßigten Linkskurs

Wirtschaftliche Systemgeschichte:

Mexiko hat eine freie Marktwirtschaft die aus einer Mischung von moderner und veralteter Industrie und Landwirtschaft besteht, die aber mehr und mehr durch den privaten Sektor beherrscht wird. Die Anzahl der staatlichen Unternehmen reduzierte sich in den Jahren zwischen 1982 und 1998 von über 100 auf 2000 Unternehmen.

Durch die Regierung Zedillo wurde viel privatisiert und ausgebaut. So zum Beispiel die Häfen, die Eisenbahn, Telekommunikation, Elektrizität und Flughäfen.

Mexiko hat noch viele strukturelle Probleme und muss seine Wirtschaft noch mehr modernisieren um den dortigen Lebensstandard zu verbessern.

Gesellschaftliche Systemgeschichte:

Indianische hochzivilisierte und organisierte Gesellschaften (Atzteken, Maya, Olmeken, Tolteken, Zapoteken). 1519 Eroberung der Spanier; bis 1854 Anarchie und Gewaltherrschaft.

Geschichte der Rolle des Landes im Welthandel  /  welche Abhängigkeiten bestanden bzw. bestehen da jeweils?

Mexikos Außenpolitik wird traditionell von den Prinzipien der Nichteinmischung, des Selbstbestimmungsrechts, der friedlichen Lösung von Konflikten und der Abrüstung bestimmt. Aufgrund seiner Größe, Bevölkerungszahl, seines Reichtums an Bodenschätzen, seiner zunehmenden Wirtschaftskraft und der geographischen Lage zwischen Lateinamerika und den USA besitzt Mexiko international Gewicht. Im Rahmen der Vereinten Nationen und der Bewegung der Blockfreien trat es in der Vergangenheit als anerkannter Sprecher der Entwicklungsländer auf, obwohl es den Block der ungebundenen Staaten nur als Beobachter angehört. Seit 1988 und insbesondere seit 1994 (Abschluss NAFTA) verfolgt Mexiko eine Politik der Öffnungen und Intergration in den Weltmarkt (NAFTA, APEC, EU-Mexiko-Abkommen).

Innerhalb des interamerikanischen Systems und besonders in der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) verfolgt Mexiko eine zurückhaltende Linie, die den Gegensatz zu den USA vermeidet und neben einer Führungsrolle in Zentralamerika die Zusammenarbeit mit den nördlichen Staaten Südamerikas sucht.

Wie/durch welche landesseitige und fremdstaatliche Politik wurden bzw. werden diese Abhängigkeiten geschaffen und aufrecht erhalten?

Gegenüber den Nachbarn in Zentralamerika, den Partnern der Dreiergruppe (G-3 zusammen mit Kolumbien und Venezuela) sowie den karibischen Inselstaaten sieht sich Mexiko zunehmend als Bindeglied zu Nordamerika bei wirtschaftlichen Integrationsbemühungen. Während die Rio-Gruppe vorwiegend im politischen Bereich aktiv ist, sind zahlreiche bilaterale und regionale Freihandelsabkommen aus mexikanischer Sicht Vorstufen zur wirtschaftlichen Anbindung an den Norden.

Welche Versuche gab bzw. gibt es, solche Abhängigkeiten abzuschütteln?  -  mit welchem Erfolg?

Ein Freihandelsabkommen mit der EU, an dem auch die europäische, insbesondere deutsche, Exportindustrie großes Interesse hat, um die NAFTA-Handelsnachteile für die EU-Mitgliedstaaten auszugleichen, wurde am 25.11.1999 unterzeichnet und trat am 01.07.2000 in Kraft.

Unverkennbar ist eine stärkere politisch-wirtschaftliche Orientierung auch auf Japan und den Pazifik. Teil dessen ist die institutionelle Einbindung in den pazifischen Raum. Seit Ende 1993 ist Mexiko Mitglied in der APEC.

Mit Israel wurde Anfang März 2000 ein Freihandelsabkommen abgeschlossen.