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l-weiter.gif (2419 Byte)altindische hochkultur

 l-buch.jpg (1728 Byte)   INDIEN IM MITTELALTER

l-weiter.gif (2419 Byte)indien unter kolonialer herrschaft

l-weiter.gif (2419 Byte)indien zwischen unabhängigkeitskampf und gegenwart

 

 

 

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  Einfälle der Araber:

Araber erobern im »Heiligen Krieg« das Indusgebiet (Sind) mit Multan; ihr wei-
teres Vordringen wird verhindert.


 

 

 

 

 

 

Einfälle der Türken:

999-1030 Mahmud d. Gr. von Ghazna (West-Turkestan), erster türk. Sultan. An seinem Hof wirken der größte pers. Epiker Firdausi (939-1020: ,Königsbuch) und der Mathematiker Al BIRUNI (973-1048: ind. Landesbeschreibungen).

 Raubzüge des Sultans nach Indien (Überlegenheit der Kavallerie über ind.
Fußheere mit Elefanten). 

Die Ghaznawiden setzen sich irn Pandschab (Labore) fest; sie werden vom Sultan von Ghor  aus Ghazna verdrängt. Mohammed von Ghor vernichtet das Ghaznawiden-Reich und besiegt die Radschputen (Hindu-Kleinfürsten) in der Schlacht von Taraori.

Seit 711

712-45 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1001-26

1160/1186/ 1192

   
 
 
Vernichtung des ind. Buddhismus: Zerstö-
rung der Klöster, Tempel, Schriften. 

Die zu zahlreichen Hindus müssen als »Buch-Leute« (Nichtheiden) eine Sondersteuer (Jizya) leisten. 

Das Verhältnis zwischen Moslems und Hindus richtet sich jeweils nach dem Sultan.

  Das Sultanat von Delhi

Der vom Sklaven zum General beförderte AIBAK erweitert die islam. Herrschaft, ermordet MOHAMMED und macht sich zum 1206 Sultan von Delhi (sog. Sklavendyn.).

Herrschaftsordnung: Milit.-theokratische Despotie des Sultans. aber keine Erbfolgeordnung (deshalb mörderische dynast. Thronkämpfe); kein erbl. Feudaladel, sondern Staatsführung durch das Jagir-System: befristete Ausgabe von Lehen zur Ausbeutung an hohe Beamte (Türken, Araber, Inder, Mon-
golen u. a.). 

Hartes Steuersystem, dennoch großer Reichtum: Textilien (Bengalen), Schals (Kaschmir), Teppiche (Lahore), Zucker. Lebhafter Handel mit der islam. Welt (Ägypten). 

Scharfe soz. Kontraste zwischen islam. (auch ind.) Herren, arab.- ind. Kaufleuten (relativer Wohlstand) und ind. Bauern bzw. Handwerkern (Armut durch
Steuern bis zur Hälfte des Ertrages).

1221  Vorstoß DSCHINGIS-CHANS zum Indus:

 ALADIN KHALJI bricht die Macht der Radschputen und wehrt mongol. Einfälle im Nordwesten des Sultanats ab.

1206-1526
   
   größte Ausdehnung des Sultanats unter MUHAMMED IBN TUGHLUQ, dem »Zweiten Alexander«; Eroberung Süd-Indiens (Dekhans); gleichzeitig be-
ginnende Auflösung.
Um 1330
       
   bildet sich das Hindu-Reich Vijayanagar (Siegesstadt) zum unabh. Widerstandszentrum gegen den Islam aus. 

Ständige Kriege gegen das  Bahmani-Reich des Moslem-Rebellen ZAFAR CHAN. Es zerfällt  in die »Fünf Dekhan-Sultanate« (bis 1527).

 FIRUZ III. sucht den staatl. Niedergang Delhis durch Förderung der Landwirt-
schaft (Bewässerungsaulagen) aufzuhalten. Nach ihm sinkt die Macht der Sultane weiter.

Um 1340

 

um 1490

       
  erneuter Einfall Timurs: 

Zerstörung DeIhis, Plünderung und Annexion des Pandschab. 

Im 15. Jh. beschränkt sich die Hoheit der Sultane auf Delhi.

1398/99
       
  Durch die portugiesische Entdeckung des Seewegs rückt
Indien in das europ. Interesse.
1498
       
Zur nat. Festigung des Reiches Ehen mit Hindu-Prinzessinnen; Übernahme von Hindus in den Staatsdienst.  Aufhebung der Hindu-Sondersteuern.

Keinen Erfolg hat die Verkündung einer neuen Sonnenreligion pantheistischer Prägung.

 Persönl. Kontakte des relig. aufgeschlossenen Herrschers zu Jesuiten und Parsen.
1583 Toleranzedikt für alle Religionen. 

 

Die islam. Kultur in Indien (15.-17. Jh.)

Verschmelzung ind. und arab.-pers. Elemente.  Die islam. Aristokratie übernimmt ind. Bräuche; unter islam. Einfluß starke Absperrung auch der Hindu-Frauen, Zunahme der Kinderehen und Witwenverbrennungen. Staatssprache wird das Urdu mit Hindu-Grammatik und pers.-arab. Wortscbatz. Ausbildung der neu- .
ind. Volkssprachen: Hindi, Bengali, Paniabi, Mahrati u. a. 

Die Sultane von Delhi ziehen  pers. Dichter, Geschichtsschreiber und Gelehr te an ihren Hof. Der gebildete Babur schreibt Memoiren.  Am Mogulhof wirken die Dichter URFI (1555-91), ANUL FADL, der Historiker BADAUL l- NI. 
Nach pers. Vorbild entsteht eine ind. Miniatur malerei (Porträts).  Durch die pers. Übersetzung der Upanishaden von DARA SHOKOH erhält Europa erste Kenntnis von der ind. Literatur. Die Hindi- Nachdichtung des Ramayana (Kunstepos) ,See der Taten Ramas ( von TuJsi Das (1532-1624) wird zur Hausbibel der Hindus. 

Akbar reorganisiert das Erzie hungswesen, stiftet Bibliotheken und Hoch schulen.

Alle Mogulkaiser sind große Bauherrn. Ähnl. Stilelemente der Kultbauten erleichtern die Verschmelzung pers. und hind. Bautraditio nen (Innenhöfe mit Säulengängen). Die neue Residenz AKBARS, Fathpur Sikri bei Agra 1569, zeigt Paläste und Moscheen reiner Mogul- Kunst, ebenso das Mausoleum AKBARs in Si kandra und der im Radschputenstil erbaute Go- Mandal- Tempel in Udaipur (1600). Architekton. Höhepunkt im Tadch Mahal, Mausoleum
für die Lieblingsfrau SHAH JAHANS (1632-52): der mit Edelsteininkrustationen verzierte Kup pelbau mit vier Minaretts (in weißem Marmor) gilt in seiner Harmonie mit Gartenaulagen und  Wasserbecken als eines der schönsten Bauwer ke der Welt.

 

 

Die Entstehung von Hindu-Sekten


Die Pashupata- und Lingayat-Sekte gehören der Shiva-Gruppe an, die den asket. Heilsweg
vertritt. 

Die Vishnu-Gruppe sucht Erlösung durch liebende Hingabe (Bhakti) an die Götter: die Bhagavatas stützen sich auf das hl. Andachtsbuch 'Bhagavadgitn (,Lied des Erhabenen´), gedeutet von RAMANuJA (1055-1137)  mit Betonung der götti. Gnade. 

Die Mahdvas des MAHDvA ANANDANRTHA (1199-1278) vertreten eine Zweiheitslehre von Gott und Welt,

VALLABHA (1479-1531) und seine Sekte der Maharajas dagegen die sexuelle Liebe zwischen Gott und Seele. 

CAJTANYA (1485-1534) predigt ekstat. Gottesliebe durch Gesang, Musik, Tanz. -Prägung des heutigen Hinduismus durch den Tantrismus mit myst.-mag. Vorschriften, Zeremonien der hl. Tantra-Bücher.

 

Synkretist. Sekten (Mischung hind. und islam. Vorstellungen): 

RAMANANDA (um 1400--1470) gründet in Benares eine Bhakti-Sekte; zugelassen sind alle Kasten, auch Moslems. 

Sein Schüler KABIR (1440-1518) verbindet den islam. Monotheismus mit der Seelenwanderung (Karman). 

Um NANAK (1469-1538) bildet sich die relig. Gemeinschaft der Sikhs (ind. = Jünger) mit bes. Kleidung, Haartracht, Bartwuchs; : Übernahme der Idee des HI. Krieges gegen die ungläubigen Moslems; Ausbildung einer milit. Theokratie. Die Sikhs stellen seither die ind. Elitesoldaten.

 

 

Den letzten islam. Vorstoß nach Hindustan (In dien) unternimmt der Timuride  Babur, 

Nachkomme DSCHINGIS- CHANS und TIMURS, seit 1504 Herr von Ka bul. 

Sultan IBRAHIM LODI VON DELHI wird un ter Einsatz von Artillerie in der  Schlacht bei Panipat entscheidend geschla gen, Agra erobert. Sieg bei Kbanua über eine Radschputen-Konföderation; Unterwerfung Nordindiens.
  HuMAYUN sucht das väterliche Reich zu behaupten; erfolgreicher  Feldzug gegen Guiarat, aber  Niederlagen bei Chaunsa und  bei Kanaui durch den afghan. Usurpator  SHER-SHAH, der ein kurzes Zwischenreich errichtet.

1526

 

 

1540

     
  Mogul-Reich in Indien

Zweite Eroberung Indiens durch  Akbar, den größten Mogul-Kaiser

Der Regent BAYRAM MAN besiegt Hindu-Rebellen in der zweiten 1556 Schlacht bei Panipat. 

eigene Feldzüge AKBARS, der mit seinem Berufsheer bis 1576 ganz Nordindien (ohne Sind) beherrscht und 1591-1601 Sind, Kandabar, Berar und Kandesch unterwirft.

Innenpolitik:  Neuordnung der Zentralregierung (Divan) mit Vorkehrungen gegen Betrug oder Auflehnung der Beamten (Aufseher);  festes Steuersystem (ein Drittel des bäuerl. Ertrages) und geordnete Steuereintrei bung. 

Unter seinem trunksüchtigen Sohn 1605-27 IAHANGIR beeinflußt dessen Lieblings frau NUR IAHAN 1611-22 die Politik. Verschwendung der Staatseinnahmen zu luxuriöser Lebensführung.

1526-1658

1556

Seit 1559 

 

 

   
   Beginn der engl. Kolonialpolitik.

 Der Zerfall des Mogul-Reiches und der Gegensatz zwischen Moslems und Hindus erleichtern die Anlage neuer europ. Handelsplätze.


Holland verdrängt die Portugiesen aus Ceylon (1609), gerät aber mit den Engländern in er bitterte Konflikte. ( 1615 Seeschlacht bei Surat.)


England: Träger der Kolonialpolitik ist die Ost indische Kompanie (1600-1858); die Zen tren des künftigen ind.-brit. Weltreiches Ma dras (1639), Bombay \1661), Kalkutta (1696) sind wiederholt Angriffen der Mara then ausgesetzt


Frankreich baut sein Kolonialreich zur Ent wicklung des Indienhandels merkantilistisch auf. 1664 Colbert gründet die Ostindische Kompa nie und fördert staat!. Kolonialexpeditionen. Zur Sicherung des Seeweges nach Indien die nen Ft. Dauphin auf Madagaskar (1643-72) und die Insel Bourbon (Reunion, 1654). Der Gouverneur Dupleix (1697-1763) kann der brit. Ostindischen Kompanie mit Erfolg begegnen.

1612/13
     
  Nach üblichem Bruderkrieg besteigt  SHAH IAHAN den Thron und dehnt das Reich im Dekhan aus, dessen Sultane 1636 Vasallen des Großmoguls werden. 

Auflösung der Mogul-Herrschaft in Indien

Noch zu Lebzeiten des Vaters reißt AURANGZEB die Macht an sich, letzter bedeutender Großmogul und fanatischer Moslem. 

Nach Eroberung Kandahars, Kabuls und des De khans 1691 größte Ausdehnung des Mogul-Reiches, ...

...aber beginnende innere Auflösung durch die polit. unkluge Verfolgung der Hindus in Nord-Indien, Erneuerung der Jizya (1679 Hindu-Sondersteuer) und Angriffe gegen Hindu-Vasallen (Jaipur).

 

 

Die Hindus ant worten mit Aufständen, dem Abfall der Sikhs (kriegerisch-relig. Sekte im Pandschab) und der Radschputen-Staaten (Hindu-Vasallen). 

Vorkämpfer des Hinduismus werden die Marathen, vermutlich Ureinwohner des De khans, die durch Shivai [1646-80] milit. ge eint werden. 

Ständige Raubzüge dienen der Erhaltung des Heeres. (1664  170 Plünderungen von Surat, der reichsten Handelsstadt des Mogul-Reiches.)
Ab 1681 jährliche Feldzüge AURANGZEBS gegen die Marathen, ...

...die unter den Peshwas zur ind. Großmacht werden.


1628

 

1658