INDIEN UNTER KOLONIALER HERRSCHAFT
indien zwischen unabhängigkeitskampf und gegenwart
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brit.-franz. Kolonialkämpfe:
französischerseits: von DUPLEIX dank seiner guten Beziehungen zu südind. Fürsten diplomatisch geschickt geführt.
englischerseits: mischt sich die Ostind. Kompanie zur Sicberung des Handels in die Machtkämpfe ind. Fürsten. Bestechungen, Pensionen, milit. Hilfe erbringen Steuer- und Verw.-Rechte (Diwani) über Prov. bzw. polit. Kontrolle durch "Residenten« oder "Agenten«. Nutzung des 7-jährigen Krieges zur weitgehenden Vertreibung Frankreichs vom Indischen Kontinent
Die brit. Herrschaft (1750-1858)
Begründung der brit. Herrschaft durch Robert Clive: Sieg bei Plassey und bei Buxar: Entmachtung der Nawahs von Bengalen und von Audh. Der Großmogul tritt die 1765 »Diwani« über Bengalen und Bibar ab.
Regulating Act : Umwandlung der Ostind. Kompanie in eine brit. Verw.-Behörde.
Der erste brit. Gen.-Gouv. Warren Hastings ordnet Recht und Verw. und besiegt die Koalition der drei Hauptgegner: den Marathen-Bund, den Nizam von Haiderabad und Haidar Ali, Usurpator von Mysore.
1795-1815 Eroberung von Ndl.-Ceylon.
Die Hegemonie erstrebt Gen.-Gouv. Lord Wellesley: Entwaffnung des Nizam.(1798); Mysore wird Vasall (1799); Annexion des Karnatak (1801).
Der Marathen-Bund geht durch innere Wirren zugrunde.
1803 Eroberung von Delhi und Agra.Zentralindien:
Bürgerkriege, Freibeuter, afghan.Raubhorden zwingen zum Eingreifen.
3. Marathen-Krieg: Unterwerfung der Marathen- und Radschputen-Staaten.
Ausbau des Kolonial-Reiches: Die ind. Fsm. ohne Erben werden eingezogen.
1835 Einführung des höberen brit. Schul wesens, ind. Volksbildung und -sprachen werden vernachlässigt.Das Mißbehagen gegen die Überfremdung explodiert im Großen Aufstand: Meutereien, Massaker und Anfangserfolge der Sepoys (ind. Truppen) : Ausrufung des letzten Moguls BAHADUR SHAH II. zum »Kaiser von Indien« in Delhi.
Brit. Verstärkungen, Sikhs, Gurkhas vernichten die Rebellen.
Auflösung der Ostind. Kompanie;Indien wird brit. Vize-Kgr. / Brit. Kronkolonie (1858-1914)
Königin VIKTORIA nimmt den Titel »Kaiserin von Indien« an.
Zur Sicherung des ind. Besitzes Bildung ab hängiger »Pufferstaaten«: Nepal 1816;
Bhutan 1865; Sikkim 1890. 1876-87 Eingliederung Beludschistans. Af ghan. Grenzstämme befriedet 1898-1905 Vize-Kg. Lord Curzon: Bildung der Nordwest-Prov. (1901). 1903/04 Expedition nach Tibet. 1904 Handelsvertrag von Lhasa; die Konfe renz von Simla erstrebt die Autonomie Tibets von China.
Wirtschaft: Erschließung des Landes (Eisen bahnen, Bewässerungsanlagen, Hafenaus bau). Brit. Industriewaren vernichten die autarke Dorfwirtschaft und das ind. Baumwollgewerbe.
Arbeitslose und Über völkerung. Anlage großer Jute-, Tee- und Indigoplantagen mit brit. Kapital.
Seit 1746
1763
1773
1817/18
1857/58
1858
1877
Nepal: Seit 1768 breitet sich das Bergvolk der Gurkha aus. Der Gurkka-Krieg endet mit dem Ver trag von Sagauli: Nepal wird Schutzstaat Englands, das Gurkha-Krieger (ind. Elite-Truppen) anwerben darf.
1814-16
Burma: Die Rivalität zwischen Ober- (Ava) und Unter-Burma (Pegu) überwindet Kg. ALAUNGPAYA [1753-60]. Seine Nach folger erweitern das neue Großreich. Übergriffe nach Bengalen (1813) und As sam (1822) ...
...veranlassen den 1824-26 1. Burma-Krieg: brit. Landung in Rangun. Im Vertrag von Yandaho fallen Tenasserim, Arakan und Assam an Brit.- Indien.
2. Burma-Krieg: Annexion Unter-Burmas.
3. Burma-Krieg: Eingliederung des
Reststaates.
1826
1852
1891
Afghanistan: Die Sorge um russ. Expansion in Zentralasien verführt zum Ein griff in Thronwirren im 1. Afghanen-Krieg. Nacb dem Überfall auf die brit. Garnison in Kabul räumen die Briten das Land.
1839-42
Sikh-Reich : Ausbreitung des Militär-Staates unter 1799-1839 RANIIT SINGH.
Vertrag von Amritsar: Der Sutlej-Fluß bildet die Grenze mit Brit.-Indien.
1849 Brit. Annexion des Pandschab.
1809