©gabriele weis

 

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BEARBEITER/IN:    Johanna Gottbrath

DATUM:   22.3.2004

 

 

MACHT- + WIRTSCHAFTS-POLITISCHE ANLÄSSE:

 

Bereits 10000 v. Chr. begannen erste kleine Entdeckungen: Wenn der Bevölkerungsdruck für ein Jagdgebiet zu groß wurde oder eine Naturkatastrophe  das Siedlungsgebiet eines Stammes zerstörte, machten sich die Bewohner auf den Weg um nach neuen Lebensräumen zu suchen. Schon so wurden zumindest halbwegs nahe gelegene Gebiete neu entdeckt, auch wenn es dort keine besonderen Neuheiten zu erforschen gab, breitete man sich so immer weiter aus und gelangte in neue, noch nicht besiedelte (und unentdeckte) Territorien.

Im Mittelalter wurden Entdeckungsreisen meist eingeleitet um die Macht eines Reiches zu demonstrieren. So wurden beispielsweise von 1405 bis 1434 von Zheng He, dem damaligen chinesischen Kaiser, sieben Expeditionen eingeleitet, an denen insgesamt 317 Schiffe und 37000 Mann beteiligt waren. So wollte er lediglich den Menschen zeigen, welche Macht das Chinesische Reich hatte. Er bereiste China, Indien und die Ostküste Afrikas.

Im gleichen Jhd. starteten portugiesische und spanische Seefahrer auf eine Entdeckungsreise unter dem Vorwand, die Einwohner der entdeckten Gebiete zum Christentum zu bekehren. In Wirklichkeit jedoch war der Grund ihrer Reisen die Hoffnung auf wertvolle Waren und Bodenschätze zu stoßen und diese mit nach Europa zu nehmen.

1499 kehrten sie mit vier Schiffen aus Indien zurück, die vollbeladen mit Pfeffer, Ingwer, Zimt und Gewürznelken waren, die damals unbekannt und somit von unschätzbarem Wert waren. So zog die Gier und Hoffnung nach Gold, Silber und anderen Schätzen immer mehr Entdecker vor allem nach Indien an.

 

Ein weiterer Grund der Entdeckungen war vor allem wirtschaftliche Motive. Man hatte es auf Sklavenhandel und begehrte Waren, besonders aus dem Orient (z.B. Gewürze), abgesehen. Damit der Gewinn ohne einen bedeutsamen Zwischenhandel erfolgen und man ein eigenes Handelsimperium mit festen Stützpunkten aufbauen konnte, was sehr begehrt war, da die Wege über das östliche Mittelmeer seit der Einnahme Konstantinopels durch die Türken nicht mehr sicher genug erschien, war gerade das ein Grund weitere Gebiete zu Entdecken um andere Routen zu finden. 

 

 

GESELLSCHAFTLICHE BEDINGUNGEN + MOTIVE:

 

Zwar stachen schon früher Menschen in See, allerdings mehr aus Abenteuerlust. Dies hatte zudem keinerlei Auswirkungen auf Gesellschaft oder Wirtschaft. Erst im letzten Drittel des 15. Jhd. hatten iberische Seefahrer die Wichtigen Voraussetzungen, um planmäßig Entdeckungsreisen zu starten und die Theorien, die es über die Welt (z.B. Die Form einer Kugel) durch die Praxis der Westfahrt und der Weltumsegelung zu bestätigen.

Es gab gewissen Bedingungen dabei, damit eine so lange Schifffahrt stattfinden konnte. Die Portugiesen beispielsweise hatten die meisten Erfolge, da sie hochseetüchtige Karavelle hatten und das Kreuzen beherrschten (damit wurde ihnen ermöglicht gegen den Wind zu fahren). Das half ihnen auch dabei außer Landsicht und folglich ungestört die „neue Welt“ zu erforschen.

 

 

HORIZONTE + PRAXIS DER AUFTRAGSVERGABE:

 

Die aller ersten Entdeckungsreisen fanden auf privater Basis, die oft vor allem aus Abenteuerlust und Neugier ausgeführt wurden. Man hatte lediglich die Absicht Neues zu entdecken, um Seehandel auszubreiten.

Durch diese Entdeckungsreisen hatte man Erfahren, dass man durch diese an neue Güter kommen konnte. Deshalb wurden die  Entdeckungsfahrten des 15. Jhd. vom Herrscher des „Entdeckungslandes“ in Auftrag gegeben, mit dem Hintergedanken möglichst viel Gewinn dadurch zu erzielen. Deshalb war man vor allem auf Mannschaften aus, die neben der Entdeckungslust ein Verteidigungs- und Eroberungsvermögen aufwiesen, um Land, Güter und Menschen (z.B. Sklavenhandel) für sich zu gewinnen. Die späteren Entdeckungen, also die des 18. Jhd. wurden statt von privaten Anlegern und Herrschern von Regierungen organisiert und von Kriegsschiffen unter dem Kommando von Marineoffizieren durchgeführt. Hierbei ging es mehr um den wissenschaftlichen Erkenntnisdrang und die Hoffnung auf kommerziellen Gewinn und nicht mehr wie im 17. Jhd. um Besiedlung und kommerzielle Konsolidierung. Man wollte jetzt eine Lokalisierung eines großen Südostkontinents, der sich vom Wendekreis des Steinbocks (westlich von Südamerika, oberhalb des 30. Breitengrades) nördlich in en Südpazifik erstrecken sollte, und die Entdeckung eines Wasserweges zwischen dem nordöstlichen Asien und dem nordwestlichen Amerika in das Eismeer und von dort möglicherweise in den Atlantik.

 

 

HORIZONTE PRAKTIKEN DER CONQUISTADOREN:

 

Die Conquistadoren waren spanische Eroberer (Offiziere und Abenteurer) in Mittel- und Südamerika, u.a. in Kolumbien und Peru. Ihre Entdeckungsreisen, die private Unternehmen waren und im Auftrag der spanischen Krone von Statten gingen, waren gekennzeichnet durch Abenteuerlust, Brutalität im Umgang mit den Eingeborenen und durch Jagd nach Edelmetallen. Bekannte Conquistadoren waren u.a. Cortés, Pizarro, Quesada und Valdivia. Wie grausam die Conquistadoren bei ihren Eroberungszügen vorgingen erkennt man auch daran, dass der erste spanische Vizekönig 544 nach Peru kam 1und versuchte, Indianerschutzgesetze durchzusetzen, die Konquistadoren aber lehnten sich dagegen auf und ermordeten ihn 1546. So eroberten die Spanier innerhalb weniger Jahrzehnte weite Teile Süd- und Mittelamerikas sowie der Karibik; die Konquistadoren errichteten riesige Vizekönigreiche (Neuspanien 1535, Peru 1543), bauten systematisch die überseeische Territorialverwaltung und die wirtschaftliche Erschließung aus und unterwarfen die einheimische Bevölkerung einem drastischen Ausbeutungssystem (Encomienda).

 

 

WIRKUNGEN:

 

Der Kolonialismus, der durch die Entdeckungen und Eroberungen entstand veränderte die Wirtschaftsstruktur Europas sehr. Spanien und Portugal gaben ihre gewonnene billige Ware für viel Geld an Länder ab, z.B. Italien, für die diese Produkte ein wichtiger Marktanteil waren. Die Handelszentren waren nun nicht mehr in Mittelmeerhäfen wie Genua und Venedig sondern in Atlantiknähe. Auch nutzte man immer weniger die beschwerlichen Gespanntransporte auf der Süd-Nord-Handelsroute, stattdessen kamen immer mehr die Wasserwege von Schelde, Maas und Rhein zum Atlantik in Nutzung, da die sowohl eine leichtere als auch einen kostengünstigeren Wahrenverkehr ermöglichte. Da Frankreich, England und die Niederlande die iberische Alleinherrschaft nicht duldeten (sie war vom Papst durch die so genannte „Teilung der Welt“  im Vertrag Tordesillas (1494) festgelegt worden), eröffneten sie die Handelsroute über den Südosten.

Aus dem Silber, das aus den lateinamerikanischen Minen nach Spanien importiert worden war, wurden Münzen geschlagen, um damit die spanische Machtpolitik zu finanzieren. Da so jedoch der Geldumlauf im Verhältnis zum Warenangebot vergrößerte, entstand ein großer Preisauftrieb, der das alte Sozialgefüge in vielen Teilen Europas aus dem Gleichgewicht brachte.

Mit den Entdeckungen hatte man der gesamten Welt neue Handelsmöglichkeiten eröffnet und man wusste welche Seewege möglich waren und welche die Reise zu sehr erschweren würden.

 

Quellen:

 

 

 

wpe12E.jpg (905 Byte)MEHMED, DER EROBERER ALS IMPULSGEBER DES ABENDLÄNDISCHEN  NEUZEIT-BEGINNS

wpe12E.jpg (905 Byte)NEUES WELTBILD

wpe12E.jpg (905 Byte)BEHAIM

wpe12E.jpg (905 Byte)DIE AUFTRAGGEBER

wpe12E.jpg (905 Byte)MAGELLAN

wpe12E.jpg (905 Byte)DA GAMA

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wpe12E.jpg (905 Byte)COLUMBUS

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