©gabriele weis

5.5.imperialismus+kriegzurück-pfeil.gif (2419 Byte)  l-weiter.gif (2419 Byte)6.1.zwischenkriegszeit

 

 l-buch.jpg (1728 Byte)5.6.  19./20.JHD-5:   ideologisches zeitalter-8:

RUSSISCHE REVOLUTIONEN 1917

 

Überblicks-FRAGEN  +  antworten/  

 

 

1.      welche verfassungs-, gesellschafts- und wirtschaftssituation beeinträchtigte das leben der menschen im russischen zarenreich des ausgehenden 19. und frühen 20. jhds.? – ihre wurzeln?

| antwort:

 

Verfassungspolitisch hatte Russland zu dieser Zeit einen Polizeistaat, an dessen Spitze der Zar stand.  Beraten wurde der Zar von der Bojaren-Duma, einer Versammlung von Adeligen. Der Rest der Einwohner Russlands hatte politisch überhaupt nichts zu sagen, da sie bedingt durch die Mongolenherrschaft immer noch Leibeigene waren. Russland bestand also nur aus zwei Ständen, anstatt wie gewohnt aus drei, <>! nämlich aus den Adeligen und deren Leibeigenen. Peter der Große hatte ein Jahrhundert davor schon versucht, durch Reformen die Lage des Landes und des Volkes zu verbessern, hatte es aber nicht geschafft, sondern durch Kopfsteuern eher noch verschlimmert. Da Russland also keine Drei-Stände-Gesellschaft hatte, kam es <...>  auch nicht zu einer Kapitalanhäufung des bourgeoisen Standes, er war einfach nicht vorhanden. Das wiederum führte dazu, dass Russland die Industrialisierung erst spät und nur mit Hilfe der Franzosen verwirklichen konnte. <...> !!! Auf Grund der Dorfverfassungen, die jedes Dorf eine bestimmte Steuer zahlen ließ, war es auch nicht möglich, das jemand sein Dorf verließ, da das Dorf nicht die Steuer für eine nicht vorhandene Person aufbringen konnte. Dies war auch ein Problem, weshalb sich nicht viele Arbeiter für Fabriken fanden, es bildete sich nur ein sehr kleines Proletariat. ... !