©gabriele weis

5.5.imperialismus+kriegzurück-pfeil.gif (2419 Byte)  l-weiter.gif (2419 Byte)6.1.zwischenkriegszeit

 5.6.  19./20.JHD-5:   ideologisches zeitalter-8:  RUSSISCHE REVOLUTIONEN 1917

 
l-buch.jpg (1728 Byte)RUSSLAND IM MITTELALTER
 
 

9. Jhd.:    Warägerreich

·       Christianisierung von Byzanz aus

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Die Waräger - Skandinavier auf dem Weg nach Osten


Die Waräger, auch Väringer oder Warangen genannt, waren skandinavische Seefahrer des Ostseeraumes. Während sich in der Zeit zwischen 793 und 1066 viele Wikinger-Raubzüge Richtung Westen orientierten, war der Ostweg (oder austrvegr, wie es in altnordischen Quellen heißt) ebenso interessant.



Wir müssen uns von der vorherrschenden Meinung trennen, dass die Wikinger/Waräger ausschließlich gierige Räuber waren. Dies traf sicher auf einige zu; viele von ihnen waren jedoch auch tüchtige und wagemutige Kaufleute, die sich in schwer zugängliche und teils unbekannte Gebiete aufmachten, um mit der dortigen Bevölkerung Handel zu treiben. Sie segelten über das Meer und durch die Flüsse Russlands, trieben Handel in Novgorod und anderen Orten, reisten weiter und kamen sogar bis ins Schwarze Meer nach Byzanz, dem heutigen Istanbul. Dort deckten sie sich mit exotischen Kostbarkeiten ein und traten die Rückreise an. Einige Skandinavier blieben jedoch auch länger und verdingten sich dort als Soldaten in der legendären Warägergarde des Kaisers Basilius. Die Warägergarde bestand insgesamt etwa 300 Jahre lang.

An die Skandinavier, die nach Osten zogen, erinnern heute noch schriftliche Quellen, archäologische Funde und Runensteine.

 

 

11. Jhd.   Kiewer Reich  

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·       Feudalwesen wie im Westen

·       ähnliche Ansätze zu einer Stadtentwicklung wie dort

·       reger Handelsaustausch mit dem Westen (Hanse)

·       aber:  sonst keine Teilnahme an der europäischen kulturellen und politischen Entwicklung  -  Grund:  antirömische, russische Orthodoxie  (Moskau als ´Drittes Rom´)

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13. Jhd.:   Mongolen-/Tartaren-Einfall  

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Reiter

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·       dauerhafte Veränderung der bis dahin herausgebildeten Strukturen durch die Tributsherrschaft der mongolischen Reiterkriegerhorden:  Der alte russische Adel wird nur dann nicht seitens der neuen Kriegerherren durch einen willfährigen Neuadel ersetzt, wenn er die Eintreibung der geforderten Tributsummen übernimmt... 

Folge:  Bauern (Hörige + Leibeigene), Städter (Händler und Handwerker) können die zusätzliche bAbgaenlast nur tragen, wenn sie sich verschulden...

 Ergebnis: Leibeigenschaft für die gesamte nichtadelige Bevölkerung Rußlands...

·       Rußland fehlt damit für seine spätere Entwicklung nicht nur eine immerhin halbfreie, also weitgehend selbständige bäuerliche Hörigenmehrheit;

·       als noch entscheidender für seine künftige Entwicklung wird es sich herausstellen, daß am Ende der Mongolenherrschaft nicht einmal der Rest eines ein persönlich freien und sich selbst verwaltenden städtischen Handwerker- und Kaufleutebürgertums wie im Westen übriggeblieben ist, das hier wie dort den Motor der weiteren Wirtschaftsentwicklung ausmachen könnte

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15./16. Jhd.:  Neuerrichtung eines russischen Zarenreiches vom Großfürstentum Moskau aus

·       Zaren:  Iwan I-IV

/Liste der russischen Herrscher:  l-weiter.gif (2419 Byte)

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 nach Wirren Anfang 17. Jhd:  Festigung der Verhältnisse durch das Haus Romanow:

 

-  enge Bindung der Macht des Zaren an den obersten Metropoliten der russisch-orthodoxen Kirche in Moskau

 -  aber:  kein kirchlicher Dominanzanspruch wie im mittelalterlichen Westen   -  Autokratie des Zaren

-   Beibehaltung des gesellschaftspolitischen Ergebnisses der Mongolenzeit:  nahezu reine 2-Stände-Gesellschaft aus Adel und Leibeigenen  (auch Handwerker und Kaufleute in den Städten leben dort als Agenten des Adels, nicht als sich selbst verwaltende Bürger

Ø  so etwas wie  die im Westen ohne das dortige freie Bürgertum nicht denkbare Renaissance-Kultur  mit ihrem gegenüber dem Mittelalter veränderten Welt- und Menschenbild entsteht in Rußland zu keinem Zeitpunkt ... 

-   der im Westen auf der Wende zum 16. Jhd. vollzogene Schritt in neuzeitliche Lebensverhältnisse  (Frühkapitalismus >  immer dynamischere Wirtschaftsentwicklung,Absolutismus, Demokratie-Entwicklung) hat  in Rußland keine Voraussetzungen  und findet deshalb dort so wie im Westen zu keinem Zeitpunkt statt...

 Ergebnis:  schleppende Wirtschafts- und weiterhin ziemlich statische (bewegungslose) Gesellschaftsentwicklung  (Stagnation statt Dynamik)