©gabriele weis

5.5.imperialismus+kriegzurück-pfeil.gif (2419 Byte)  l-weiter.gif (2419 Byte)6.1.zwischenkriegszeit

 5.6.  19./20.JHD-5:   ideologisches zeitalter-8:  RUSSISCHE REVOLUTIONEN 1917

 
 RUSSLAND BIS 1917
 
 

1905:

·       Auch  Rußland betreibt wie die übrigen Weltmächte auch seit dem letzten Viertel des 19. Jhds. gezielt imperialistische Politik 

-  im Süden gegenüber dem Iran  (Konflikt mit England in einer Entente 1907 beigelegt) und gegenüber dem Balkan; 

- im Osten nach China hinein und über Sibirien hinaus um einen Zugang zum Pazifik  (letzteres besonders gegen Japan)

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·       aus dieser Politik ergibt sich neben anderen begrenzten militärischen Konflikten ein ausdrücklicher russisch-japanischer Krieg:  1904/05   

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-  er wird russischerseits verloren  

-  denn dieser Krieg überfordert die Leistungsfähigkeit des noch immer kaum industrialisierten Zarenreiches:  im Innern wachsen Hungerelend und politische Spannungen

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·       aus einer Hungerdemonstration vor dem Zarenpalast in Petersburg, die mit Waffengewalt aufgelöst wird, ...

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...erwächst eine regelrechte Revolution:

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die Arbeiterschaft in den wichtigsten Hauptstadtwerken tritt in den Streik und bildet Räte (Sowjets) -  auch Soldatenräte entstehen;  ihr Anspruch: Übernahme des staatlichen Gewaltmonopols in Rußland, falls der Zar keine grundlegende Mitbestimmungsreform zugesteht...

 

 

.  die bis dahin unterdrückten Oppositionsparteien haben so plötzlich ein Druckmittel, um eine entscheidende Verfassungsänderung zu erzwingen:                                                                                                                  die - die uneingeschränkte Autokratie des Zaren soll in eine konstitutionelle Monarchie gewendet werden

 

·       der Zar muß nachgeben:  er wandelt die alte Bojaren-Duma (Adelsversammlung) in eine Abgeordneten-Duma (Abgeordneten-Versammlung/Parlament) um und erklärt sich selbst für künftig an die Beschlüsse dieser neuen Duma gebunden

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·       als sich 1907 die Lage jedoch soweit beruhigt hat, macht Zar Nikolaus diese Zugeständnisse wieder rückgängig;  auch die zukunftsweisenden Landreformpläne seines Premiers Stolypin unterstützt er in der Folgezeit nur halbherzig, so daß keines der inneren Probleme seines Reiches einer zeitgemäßen Lösung zugeführt werden kann

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·       in den außenpolitischen Konflikten um den Balkan ab 1908 agiert Rußland in der Folgezeit als eine der hauptbeteiligten Mächte

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-  der darüber sich abzeichnende Weltkrieg erscheint dem Spätzarismus aber (wie den übrigen europäischen Mächten ein Stück weit ebenfalls) eher als Garant für das Überleben des an hochgradigen inneren Spannungen leidenden Systems, denn als Gefahr für dessen Fortbestand ...

 

 

·       ... fälschlicherweise, wie sich herausstellen wird:

-  Rußland verliert in den ersten 3 Kriegsjahren rund 1/3 seines europäischen Gebietes westlich des Ural ...

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...- es verfügt über zu wenig industrielle Kapazität, um in den Materialschlachten, die diesen Krieg prägen, mithalten zu können, versucht das durch massiven Soldateneinsatz und eine umfassende Konfiskationspolitik bezüglich der Nahrungsmittelversorgung seiner Riesenarmee wettzumachen und produziert so eine eklatante Not und Kriegsmüdigkeit in weitesten Bevölkerungskreisen, insbesondere in den beiden zunehmend unterversorgten beiden Hauptstädten...

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·       1917 ist das Volk in Stadt, Land und vor allem auch an den Fronten so weit, erneut massiv aufzubegehren...

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