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 zurück-pfeil.gif (2419 Byte) 6.1.   20.JHD-1: ideologisches zeitalter-8:

DER VERSAILLER VERTRAG ALS RAHMEN + HYPOTHEK DER ZWISCHENKRIEGSZEIT (1919-1939)
SPOTLIGHTS AUF DIE HORIZONTE DER KRIEGSPARTEIENl-buch.jpg (1728 Byte)
 
 
l-buch.jpg (1728 Byte)ZUSAMMENBRUCH + WAFFENSTILLSTAND
 
 
 

Der Zusammenbruch der Mittelmächte

 

 

 

Der Weg zum Waffenstillstand

Die Aussicht auf eine Verfassungsänderung, die dann am 28. 10. 1918 das Kaiserreich zur parlamentarischen Monarchie machte, veranlaßte die Reichstagsmehrheit aus SPD, Zentrum und Fortschrittspartei, den neuen Kanzler Prinz Max von Baden in der Übernahme der Regierungsverantwortung zu unterstützen.  Denn obwohl die OHL bis zuletzt die Illusion auf einen ´Siegfrieden´ genährt hatte, wollten sich die Mehrheitsparteien, allen voran die SPD, nach der Nachricht von der katastrophalen militärischen Lage nicht aus der Verantwortung stehlen.

 

 

 

 

 

Revolutionäre Kriegsmüdigkeit in D

 

 

´Revolution´

 

Als die oberste Seekriegsleitung am 28. 10. 1918 der Hochseeflotte den Befehl zum Auslaufen gab, kam es bei den Matrosen in Wilhelmshafen und Kiel am 9. Nov. 1918 zum offenen Aufstand.

Die Unruhen griffen auf viele Städte über, wo sich Arbeiter aus den Fabriken und Soldaten aus den Garnisonen den Aufständischen anschlossen, die das sofortige Ende des Kriegs erzwingen wollten.

Der Kaiser schien ihnen das Haupthindernis auf dem Weg zum Frieden zu sein.

Prinz Max ergriff die entsprechende Initiative:  er gab (durch Wilhelm II. nicht autorisiert!) bekannt, der Kaiser habe abgedankt

 

Die Flucht des Kaisers in die Niederlande besiegelte das Ende der Monarchie in Deutschland. kurz darauf dankten auch alle Landesfürsten ab.

 

 

Nicht einer der verantwortlichen Generäle, sondern der Zentrumspolitiker MATTHIAS ERZBERGER brach am 7. November 1918 als Bevollmächtigter der Reichsregierung zu den Waffenstillstandsverhandlungen auf.

Am 11. November 1918 unterschrieb die deutsche Delegation bei COMPAIGNE den Waffenstillstand.

 

 

In den Augen der deutschen Öffentlichkeit waren nicht die Generäle, sondern die demokratischen Politiker verantwortlich für den Waffenstillstand und die verheerende Niederlage Deutschlands - eine gefährliche Verkennung der Tatsachen.

Die sogenannte DOLCHSTOSS-LEGENDE entstand: die demokratischen Politiker hätten der nach wie vor aussichtsreich kämpfenden Truppe mit ihrer Waffenstillstandspolitik den Dolch in den Rücken gestoßen.

 

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