©gabriele weis

  6.2. kurzversionsfolge:    DIE WELT ZWISCHEN 1945 UND 2000

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kubakrise 1962

 

 

 

1492Kolumbus entdeckt Cuba. Zu dieser Zeit leben etwa 100 000 indianische Ureinwohner auf der Insel.

1548Beginn des Zuckerrohranbaus. Aufgrund der sinkenden Zahl der Ureinwohner führen die Spanier Negersklaven als Arbeitskräfte ein.

1570Die indianische Bevölkerung ist weitgehend ausgestorben.

1700Tabak ist Hauptexportartikel. Ausdehnung der Zuckerrohrplantagen und Beginn der Zuckerindustrie.

1762/63Havanna wird von der englischen Kolonialmacht besetzt.

1791/92Durch den Sklavenaufstand auf Haiti verlagert sich das karibische Zuckerzentrum nach Cuba. Mit dem aufblühenden Sklavenhandel vergrößert sich die Zahl der Schwarzen von 50000 um ein Mehrfaches und steigt bis 1860 auf 470 000. Der Zuckerexport wird zur wichtigsten Einnahmequelle der Kolonie.

1812Sklavenaufstand, der von den spanischen Kolonialtruppen niedergeschlagen wird.

1848Der cubanische Zucker wird zu 40% in die USA verkauft.

1868/78Erster Unabhängigkeitskrieg gegen die spanische Kolonialherrschaft unter Führung von Carlos Manuel de Céspedes und Antonio Maceo.

1886Aufhebung der Sklaverei.

1892Erster Arbeiterkongreß unter Beteiligung der politisch radikalen Tabakarbeiter.

1895—98Zweiter Unabhängigkeitskrieg unter Führung von José Marti, Antonio Maceo und Maximo Gómez. Die USA treten in den Krieg gegen die Spanier ein. Die Kolonialtruppen verlassen das Land. Cuba wird unabhängig.

1901Die Cubaner räumen den USA auf deren politischen Druck hin ein Interventionsrecht auf der Insel ein, das in der Verfassung im Platt Amendment verankert wird und bis 1934 Gültigkeit hat Verstärktes Eindringen von US-Kapital, das in den ersten Jahren der kubanischen Republik 75% des bebaubaren Landes und 40% der Zuckerproduktion in seinen Besitz bringt

1908Gründung der Unabhängigen Partei der Farbigen als erster Arbeiterpartei.

1920,,Tanz der Millionen": Infolge überhöhter Weltmarktpreise für Zucker ein vorübergehender wirtschaftlicher Aufschwung.

1924—33Herrschaft des Diktators Machados.

1925Gründung der nationalen Gewerkschaft Cubas und der Kommunistischen Partei Cubas.

1934—44Nach dem Sturz Machados erstes Regime des Diktators Batista.

1940Schaffung einer neuen Verfassung mit bürgerlichen Freiheiten und Streikrecht.

1944Wahlsieg der Gegner Batistas.

1952Aussicht auf einen Wahlsieg bürgerlich-linker Kräfte, zu deren Kandidaten auch Fidel Castro gehört. Errichtung der zweiten Batista-Diktatur mit Hilfe der Armee.

1953Mißglückter Aufstand der Rebellenarmee Fidel Castros in Santiago de Cuba (Sturm auf die Moncada-Kaserne).

©  michael koch

 

 

1956/9  KUBANISCHE REVOLUTION

 

1956   Landung von Fidel Castro, Raul Castro, Che Guevara und weiteren 79 Guerilleros mit der Yacht ,,Granma" westlich von Santiago de Cuba. Beginn des Feldzugs gegen Batista in der Sierra Maestra.

1959   Sturz Batistas durch den Sieg der Rebellenarmee und einen Generalstreik am 1. Januar. Fidel Castro wird Ministerpräsident. 

Wirtschaftsembargo der USA und Annäherung an die Sowjetunion und andere sozialistische Länder.

1961Alphabetisierungskampagne senkt Analphabetismus von 24% auf knapp 4%. 

 

 

1961/2  KUBAKRISE

 

// USA 1960:   Kennedy wird Präsident der USA und gibt nach Amtsantritt grünes Licht für einen vom CIA zunächst eigenmächtig auf den Weg gebrachten) Militärschlag der Exilkubaner gegen Kuba:

 16./17.04.1961 ´Unternehmen Schweinebucht´

- Operation ´PLUTO´ beginnt mit Luftangriffen auf Havanna
- anschließend versuchte Invasion durch 5000 Söldner in amerikanischer Uniform
- SCHEITERT

KUBA sucht daraufhin noch engere Anlehnung an die Staaten des Ostblocks

April 1962     Nach einem Besuch in Bulgarien beschließt Nikita Chruchtschow, der Ministerpräsident der UdSSR, Kuba als Gegenpol zur Türkei zu nutzen und dort Basen militärischer Art zu errichten 

 

14.10.1962

// Ein U2 - Aufklärungsflugzeug photographiert auf Kuba Raketenabschußrampen und Bomber vom Typ IL-28.

Im CIA werden sofort neue Invasionspläne vorgeschlagen, doch Kennedys Berater McBundy setzt eine Seeblockade Kubas durch. Ebenso warnt er vor zu erwartenden Verlusten im Falle einer Invasion (nach Schätzungen von Experten 50 000 - 15 000 Soldaten) und dem möglichen Ausbruch des 3. Weltkrieges durch den Abschuß der Raketen.

 22.10.

KENNEDY wendet sich mit einer Fernsehansprache an die Öffentlichkeit und verhängt mit rund 100 Kriegsschiffen eine US-Seeblockade gegen Kuba + ein indirektes ULTIMATUM an SU: jede von Kuba aus abgeschossene Rakete auf ein in der westlichen Hemisphäre liegendes Land, werde als ein sowjetischer Angriff auf die Vereinigten Staaten angesehen werde, der eine Vergeltung an Russland erfordere.

 24.10.

Sowjet.Schiffe nähern sich der Sperrzone

 27.10.

Tauschangebot CHRUSCHTSCHOWS: Die SU werde ihre Raketen von Kuba abziehen, wenn die USA dasselbe mit ihren in der Türkei stationierten Jupiterraketen täten

Abschuß eines amerikanischen Aufklärungsflugzeuges über Kuba 

 28.10.

KENNEDY verzichtet auf einen militärischen Gegenschlag und eine Invasion auf Kuba, später auch auf die Jupiter-Raketen in der Türkei;  CHRUSCHTSCHOW gibt seine Raketenpläne auf Kuba auf;

 

20.11.  

die Blockade wird aufgehoben

 

 

 

Anschließendes Umschwenken beider Supermächte auf einen zaghaften Entspannungskurs  -  erster Schritt:  Einrichtung eines ´heißen Drahtes´ Washington-Moskau