
/Kurzinfo
Der Umbruch, dem sich u.a. die Deutschen namentlich seit dem Herbst 1918 ausgesetzt sahen, blieb vielen allzu perspektivlos.
Die schließlich im August 1919 durch die Weimarer Nationalversammlung verabschiedete neue politische Ordnung behielt es bis 1923 mit bewaffneter Gegenwehr von rechts wie links zu tun.
Und diese ´Weimarer Verfassung´ hatte besonders einen krisen-untauglichen Webfehler: das Präsidialsystem mit seinem Notverordnungsrecht über dem parlamentarischen System!
Das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Elend ´der Deutschen´ bedurfte spätestens dann, wenn sich die Lage krisenhaft verschärfte, in den Augen vieler der Radikalkur politisch extremer Neurodnungskonzepte, wie sie KPD, NSDAP, aber auch DNVP boten.
Straßenkämpfe und verschiedenste Gewaltaktionen waren jahrelang an der Tagesordnung!
Nur 5 Konsolidierungsjahre sollte es deshalb geben, bevor die Weimarer Ordnung in den Strudeln der Weltwirtschaftskrise zwischen 1929 und 1933 ihr mühsam erkämpftes Stückchen Kraft gänzlich verlor.
Das Selbstvertrauen und die Erfahrenheit derer, die diese neue Ordnung auf den Weg gebracht hatten (SPD, Zentrum und DDP), waren von Anfang an infolge dieser inneren Spannungen wie vor allem auch infolge der langfristig destabilisierenden Auswirkungen des Versailler Vertrages überstrapaziert.
Namentlich die Exekutiv-Instrumente (Verwaltung, Gerichtsbarkeit, Polizei, Militär) des neuen politischen Systems pflegten streckenweise alte Loyalitäten intensiver als die ihnen durch die neuen Verhältnisse gegen ihren Willen auferlegten!
Der soziale Wandel, den die Menschen im D der 20er Jahre zu verkraften hatten, war enorm:
Der Weltkrieg hatte die alten Standesunterschiede ein kräftiges Stück weit nivelliert
Namentlich wer von der Schulbank an die Front geraten war, fühlte sich nach den traumatischen Erfahrungen des zurückliegenden Krieges jeder bürgerlichen Existenz entfremdet
Hohe Arbeitslosigkeit erschwerte das Fußfassen ebenso wie die z.T. vollständigen Vermögensverluste, denen sich weite Teile besonders des kleinen und mittleren Bürgertums auf krassese Weise zunächst durch die Inflation von 1923 und später noch einmal nach 1929 ausgesetzt sahen!
Soziale Reformen und neue, fast schon wirtschafts-kriminelle Prozesse schienen nichts als die zwei Seiten der denkbar schäbigen Münzen einer letztlich glanzlosen Nachkriegszeit zu sein...
Die industrialisierungsprozeß-bedingt fortschreitende Urbanisierung trieb Blüten, über denen sich die Empfindungen der Menschen einmal mehr spalteten.
Die Weltwirtschaftskrise im Gefolge des New Yorker Börsenkrachs vom Oktober 1929 destabilisierte Staat und Gesellschaft in D vollends.
Die demokratischen Kräfte des Landes fanden noch weniger als sonst zu den erforderlichen Gemeinsamkeiten und hatten so dem extremen Rechtsruck, der die Bevölkerung verzweiflungsbedingt erfaßte, nichts Tragfähiges mehr entgegenzusetzen.
wie die deutsche
Wirtschaft agiert:
Entsprechend machte Reichspräsident Hindenburg von seinem Notverordnungsrecht Gebrauch und ließ das Land ab 1930 durch Präsidial-Kanzler ohne Reichstagsmehrheit regieren...
... am Ende wußte auch er nichts anderes, um zu einer mehrheitsgestützten Regierung zurückzufinden, als den auch von ihm verachteten ´Gefreiten´ Hitler zum Kanzler eines ´Kabinetts der nationalen Vereinigung´zu ernennen...
Damit aber war der Republik endgültig der Todesstoß versetzt...
Nationalversammlung
; Umsturzversuche; Ruhrkampf > galloppierende Inflation;
Ludendorff-Hitlerputsch (...Hitlers Werdegang
);
/ 1924-1929
Konsolidierungsjahre:




´goldene Zwanziger´ in Wirtschaft und Gesellschaft; Reichspräsidentenwahlen
Weltwirtschaftskrise; Präsidialzeit