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1929 neue
Probleme:
New Yorker
Börsen-Krach + WWK
neue
Krisenphase in D:
Präsidialzeit
1929 ff: das Problem, gegen das erst einmal nichts
hilft - die Weltwirtschaftskrise
Politische Folge in D:
Das letzte SPD-geführte
Kabinett Müller
demissioniert 1930, weil es die Krisenfolgen für die
Arbeitslosenversicherung nicht zu bewältigen weiß
- FÜR EINE NEUE KOALITION FINDET
SICH VON NUN AN KEINE REICHSTAGSMEHRHEIT MEHR
- der Reichspräsident macht
kurzerhand von seinen Verfassungsrechten Gebrauch und setzt Kanzler seines -
wechselnden (!) - Vertrauens per Notverordnung (Art. 48...) ein:
1930-1933:
Präsidial-Zeit

- 1930-32 HEINRICH
BRÜNING
- 1932 FRANZ VON PAPEN
- 1932/3 KURT VON
SCHLEICHER
- 1933 PAPEN
- 1933 - 30.1.
HITLER/Papen/Hugenberg
Der Übergang zum
Präsidialsystem
- Die Wirtschafts- und Finanzkrise
weitet sich zu einer Krise des parlamentarischen Systems aus, als die letzte auf einer
parlamentarischen Basis gebildete Regierung, die Regierung der großen Koalition unter
Hermann Müller, zerbricht.
-
- Die ´Frankfurter Zeitung´ kommentiert
das Ende der großen Koalition: "Die künftige Regierung, wie sie auch aussehen
möge, muß aus Männern bestehen, die die Verfassung zu wahren entschlossen sind und sich
auf Parteien und Gruppen stützen, die dafür ihrerseits Gewähr leisten. Die
parlamentarische Demokratie hat gestern eine Schlappe erlitten, schon droht für die
Steuerreform der Artikel 48 - wir dürfen nicht ins Schlittern kommen".
-
- Die Zahl der Arbeitslosen übersteigt
bereits weit die Zahl von 800000, für die Versicherungsrücklagen vorhanden sind.
- Über die deshalb notwendig gewordene
Änderung des Gesetzes über die Arbeitslosenversicherung kommt es im Reichstag zum Bruch:
Die SPD scheidet aus der Regierung aus.
1930-32 REGIERUNG BRÜNING
(Zentrum)
- Heinrich Brüning (Zentrum) wird am 30. März 1930 vom
Reichspräsidenten zum Reichskanzler berufen, ohne über eine parlamentarische Mehrheit zu
verfügen.
-
- Der Reichstag lehnt Brünings radikales
Einsparungsprogramm ab.
-
- Daraufhin löst der Reichspräsident auf
Vorschlag Brünings das Parlament auf. Dieser erhofft sich von Neuwahlen eine
Verbreiterung seiner Basis.
- Doch das Gegenteil tritt ein. Die Wahlen
gleichen einem Erdrutsch: gegenüber der letzten Reichstagswahl von 1928 verdoppeln die
Kommunisten nahezu die Zahl ihrer Sitze, die Nationalsozialisten erringen statt bisher
zwölf 107 Mandate.
-
- Die wachsende Polarisierung im Reichstag
und die damit einhergehende Radikalisierung der parlamentarischen Auseinandersetzung
verhindern Mehrheitsbeschlüsse.
-
- Dadurch wird das Parlament als
gesetzgebendes Organ lahmgelegt. Es kann seine verfassungsmäßige Aufgabe nicht mehr
erfüllen.
-
- Um so mehr tritt die Gesetzgebung
"von oben", das heißt die Notverordnungspraxis des Artikels 48, in den
Vordergrund.
- Das Ausland reagiert auf die Juli-Wahlen
1930 nervös. An der Börse fallen die Kurse der deutschen Unternehmen. Weitere Kredite
werden zurückgezogen. Die Banken werden zahlungsunfähig. Die Zahl der Arbeitslosen
wächst.
- Die NSDAP, die Deutschnationale
Volkspartei, nationalistische Kampfbünde (u. a. der Stahlhelm) sowie rechtsstehende
Wirtschafts- und Finanzkreise schließen sich im Oktober 1931 in der ´Harzburger Front´ zusammen.
-
- Sie fordert den Rücktritt Brünings.
- Trotz quasi-diktatorischer Vollmachten
und trotz der Tolerierungspraxis seitens der SPD kann Brüning keine Stabilisierung der
Verhältnisse erreichen.
-
- Auch Reichspräsident von Hindenburg, auf
dessen Vertrauen Brüning angewiesen ist, plädiert für eine "weitere Öffnung nach
rechts".
Personen im Spiel um die
Macht. 
- Gegen seine innere Überzeugung,
unterstiitzt von ´Sozis´ und ´Katholen´, wird am 10. April 1932 der greise
Feldmarschall von Hindenburg nochmals auf 7 Jahre zum Reichspräsidenten gewählt.
-
- Unter dem Einfluß verschiedener Berater
und Interessenten läßt er nach der Wahl seinen damaligen Kanzler, den
Zentrumsabgeordneten Heinrich Brüning überraschend fallen.
-
- Vertraute des Reichspräsidenten :
der "in der Verfassung nicht vorgesehene Sohn des Reichspräsidenten", Oskar v.
Hindenburg, Staatssekretär Meißner, Franz v. Papen und General Kurt v. Schleicher.
Juni-Dezember 1932 REGIERUNG
PAPEN (parteilos)
- Lanciert von dem politisierenden General
Kurt v. Schleicher macht Hindenburg im
Juni 1932 den
leichtfertigen (Spitzname: ´Herrenreiter´) Franz v. Papen zum Reichskanzler.
-
- Als man Schleicher darauf aufmerksam
macht, daß ´Papen doch kein Kopf sei´, antwortet dieser: "Das soll er ja auch
nicht sein, aber er ist ein Hut."
-
- Als "Fränzchen" sich jedoch
selbständig zu machen beginnt und nicht mehr gewillt ist, als Werkzeug des alerten General v. Schleicher zu fungieren, tritt dieser aus den politischen
Kulissen hervor, um nach einer Intrige gegen v. Papen nun selbst das Kanzleramt zu
übernehmen.
Aufhebung des von Brüning
erlassenen SA- und SS-Verbots
Juli 32:
Reichstagswahlen: NSDAP
stärkste Partei
Staatsstreich der Reichsregierung gegen
die Regierung Preußenes - Absetzung der dort amtierenden sozialdemokratischen
Regierung Braun ...
... aber: Papens Plan, einen
autoritären ´neuen Staat´ unter Ausschaltung des Reichstages und gestützt auf die
Reichswehr zu schaffen, mißlingt - Reichswehrminister General von Schleicher stellt sich
Papens Absicht entgegen
Die Regierung Papen wird im
Reichstag wegen der Notverordnungen zur Durchführung des ´Papen-Plans zur Ankurbelung
der Wirtschaft´ niedergestimmt
Tolerierung durch die NSDAP
Papen wird entlassen
November 1932: erneute Reichstagswahlen //
Verluste der NSDAP
Dezember 1932 REGIERUNG
SCHLEICHER (Reichswehr)
- sein Versuch, eine Spaltung der
NSDAP mit Hilfe des antikapitalistischen Flügels von Partei und SA unter Gregor Strasser
herbeizuführen, schlägt fehl
ergebnislose Verhandlungen auch
mit den christlichen und freien Gewerkschaften, den Mittelparteien und der SPD zur
Unterstützung der Regierung
- Die Kontakte zwischen Schleicher
und Strasser hatten Folgen für das Wahlergebnis.
-
- Die NSDAP kann aber trotz des
riickläufigen Wahlergebnisses ihre Geschlossenheit bewahren.
- Jan. 33 Wahlsieg der NSDAP in
Schaumburg-Lippe
Auch der Reichspräsident ist
höchst irritiert über Schleichers ´Politik der Kehrtwendung´ - die
Idee einer Sammlungspolitik aller republikanischen Kräfte gegen den
nationalistisch-sozialdarwinistisch-rassistischen Hauptflügel der NSDAP unter Zugriff auf
dessen sozialistisch, sprich: antikapitalistisch orientierte Kräfte
- Er lehnt - u.a. unter
dem Einfluß des nach wie vor sein Vertrauen genießenden Papen - trotz der
verfahrenen Situation die Erklärung der Staatsnotstandes, die erneute Auflösung des
Reichstages und Neuwahlen ab
- Die Regierung Schleicher tritt
zurück
Am 4. Januar 1933
treffen sich Franz v. Papen
und Adolf Hitler im Hause des Kölner Bankiers
Schröder, um hier die
Gespräche einzuleiten, die Adolf Hitler den Weg zur Kanzlerschaft frei machen sollen.
... was in den
Köpfen ist: