wpe51.jpg (5778 Byte)  © gw

 

 

... was in den Köpfen ist:

 

 

doku-logo.gif (3692 Byte)Spengler 1918doku-logo.gif (3692 Byte)Dehn 1921doku-logo.gif (3692 Byte)Schmidt 1925doku-logo.gif (3692 Byte)Rosenberg (?) 1929doku-logo.gif (3692 Byte)preuß. Innenminister 1929

 

 

 

Der Philosoph Oswald Spengler (880 bis 1936), der mit seinen Schriften großen Einfluss auf das Denken seiner Zeit ausübte, schrieb 1918 in: "Der Untergang des Abendlandes":

Weltstadt und Provinz - mit diesen Grundbegriffen aller Zivilisation tritt ein neues Formproblem der Geschichte hervor, das wir Heutigen gerade durchleben ohne es in seiner ganzen Tragweite auch nur entfernt begriffen zu haben. Statt einer Welt eine Stadt, ein Punkt, in dem sich das ganze Leben weiter Länder sammelt, während der Rest verdorrt; statt eines formvollen, mit der Erde verwachsenen Volkes ein neuer Nomade, ein Parasit, der Großstadtbewohner, der reine, traditionslose, in formlos fluktuierender Masse auftretende Tatsachenmensch, irreligiös, intelligent, unfruchtbar, mit einer tiefen Abneigung gegen das Bauerntum (und dessen höchste Form, den Landadel), also ein ungeheurer Schritt zum Anorganischen, zum Ende.

 

 

 

 

Der Pädagoge und Geistliche Günter Dehn 1929 über Jugendliche seiner Zeit.

Wollte man sie nach dem Sinn des Lebens fragen, so könnten sie nur antworten: "Was es eigentlich soll, das wissen wir nicht und es interessiert uns auch nicht es zu erfahren. Da wir aber nun einmal leben, so wollen wir auch vom Leben so viel haben wie nur irgend möglich" . Verdienen und Vergnügen, das sind die beiden Angelpunkte des Daseins, wobei unter Vergnügen beides, das Edle und das Unedle, von primitiver Sexualität und Jazzmusik bis zu neuproletarischer, künstlerischer einwandfreier Wohnkultur und rational durchgeführter Körperpflege zu verstehen ist. Eins steht jedenfalls fest: diese Jugend hat durchaus die Absicht, ´mit festen, markigen Knochen auf der wohlgegründeten dauernden Erde zu stehen´. Aus dieser Welt und aus ihr allein sucht man für sich herauszuholen, was man nur herausholen kann. Dieses Volk ist wirklich amerikanisiert bis in die Wurzeln seines Denkens, bewusst und selbstverständlich oberflächenhaft. Immer wieder muss man, wenn man mit ihm in Berührung kommt, denken: nicht etwa der Sozialismus, sondern der Amerikanismus wird das Ende aller Dinge sein.

 

 

 

 

Ein Ein Führer aus der völkischen Jugendbewegung, Friedrich Schmidt, forderte 1925:

Kaiser Wilhelms 11. Verfehlung liegt in dem Wort: ,Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser'. Nein und tausendmal nein, sie liegt auf dem Land. Durch unsere Jugend geht ein Ahnen, dass die Industrie, der Moloch Großstadt, Geschlechter in zwei bis drei Generationen ruiniert und rassisch und völkisch unfehlbar entwurzelt ... Deutsche Jugend ist bereit die schwere Landarbeit aus Pflichtbewusstsein gegen das Volk und Vaterland auf sich zu nehmen ... sich vorzubereiten auf den Zeitpunkt, wo die Provinz Deutschland für die Morgan- und Wallstreetbanken nicht mehr die notwendigen Dividenden abwirft ... Dann wird die Not der Stunde verlangen, dass das deutsche Volk sich nach Osten ausdehnt, ein Bauernvolk wird. In dieser Arbeit, auf weite Sicht ein Heer des Spatens und des Schwertes zugleich aus gesunder deutscher Jugend zu schaffen, verlangen wir die tatkräftige Mithilfe des deutschen Grundbesitzes.

 

 

 

 

 

Ein anonymer Schreiber (vermutlich der Nationalsozialist Alfred Rosenberg), 1929:

 

Heute ist aus den Tiefen der uns alle verseuchenden Weltstädte der Untermensch heraufgestiegen. Millionen unselig Entwurzelter sind auf den Asphalt geworfen, arm an Raum, entnationalisiert, richtungslos preisgegeben jeglichen schillernden Volksverführern, die heute in der sog. Weltpresse Mulatten- und Negerkultur als die höchsten Errungenschaften der Jetztzeit aufzutischen wagen. Sie sind in gleicher Weise die Vorbereiter des Verfalls, wie einst die internationalen Hellenisten im vorkommenden Griechenland und wie die syrisch-afrikanischen Salons im untergehenden Rom.

 

 

 

 

 

Republik - ein Sau- und Schweinestall'? Ende Dezember 1929 notierte der preußische Innenminister typische Vorkommnisse:

 

Am 16.8. bezeichnete der Kommunist Rogalla in einer öffentlichen Versammlung ... die Republik als einen "Sau- und Schweinestall" ...

In einem Aufsatz "10 Jahre Judenrepublik" des "Westdeutschen Beobachters" (Köln), Nr. 19 vom 18.8., wurde am Schluss ausgeführt; "Eine traurige Bilanz fürwahr: 10 Jahre Judenrepublik, 10 Jahre Volksbetrug, 10 Jahre Börsengaunerei, 10 Jahre erbitterter Kampf gegen die Halunken und Verbrecher, die im Jahre 1918 der deutschen Front den Dolch in den Rücken stießen und uns an die internationale Judenhochfinanz verkauften und verrieten ..." Bei der Stahlhelmtagung vom 8.9. in Lüneburg durchzog ein Trupp Stahlhelmleute die Stadt und sang ein Lied mit demRefrain: "Wir scheißen auf die Republik!" ...

Am 18.9. führte Freiherr von Bodungen ... aus, Stresemann wäre ein Verräter am deutschen Volk und ein Verbrecher, der ins Zuchthaus gehöre. Die Versammlung quittierte mit Zwischenrufen wie "Aufhängen" und "Totschlagen" ...

In einer Rede am 22. 10. äußerte der Gauleiter der NSDAP Telchow: "Im Kampf gibt es Leichen, wenn es gegen den jüdischen Janhagel 25 geht, schreiten wir auch über Gräber. Es kann sein, dass manche Mutter ihren Sohn verliert'

 

 

zurück zu ´innerer unfriede´wpe80.jpg (747 Byte)