... Angebot und Weg der NSDAP im Vorfeld der Machtergreifung:
vertrauliches
Hitler-Interview1931
Hitler
1925
Goebbels 1928
Hitler als Zeuge vor Gericht 1932
Aus einer vertraulichen Unterredung Adolf Hitlers am 4. Mai 1931 mit dem Chefredakteur der ,Leipziger Neuesten Nachrichten´, Richard Breiting:
Breiting: ... Angenommen, Sie kommen an die Macht, woher nehmen Sie dann die Köpfe, um den Verwaltungsapparat des Staates in Ihrem Sinne zu beherrschen?
Hitler: ... Mit der Ausschaltung der Schwatzbude, die Sie das Hohe Haus oder den Reichstag nennen, mit der Umstellung der Presse wird sofort eine neue Situation entstehen. Die Glocke der Wiedergeburt wird läuten. In diesem Augenblick werden wir mit dem Marxismus rücksichtslos abrechnen. Die Industrie wird sofort in den Wiederaufbauprozess eingeschaltet. Die 6 Millionen Arbeitslose werden ihr tägliches Brot verdienen Das Versailler Diktat wird weggefegt. Eine neue Armee wird entstehen und das mit einem neuen Generalstab. Dieser Goebbels, vor dem Sie Angst haben, dass er mit seiner Agitation das Proletariat verscheuchen wird, wird schon dafür sorgen, dass die Gefühle und die Vernunft unserer Menschen 99Prozent: aller Stimmen unserer Politik geben werden. Schon sechs Monate nach der Machtergreifung werden wir eine nie dagewesene Volksabstimmung erleben.. Das andere läuft, dann von selbst..
Hitler 1925:
Wenn ich meine Tätigkeit wieder aufnehme, werde ich eine neue Politik befolgen müssen. Statt die Macht mit Waffengewalt zu erobern werden wir zum Verdruss der katholischen und marxistischen Abgeordneten unsere Nasen in de Reichstag stecken. Zwar mag es länger dauern, sie zu überstimmen als sie zu erschießen, am Ende aber wird uns ihre eigene Verfassung den Erfolg zuschieben, jeder legale Vorgang ist langsam!
...
Wollen wir einen Machtfaktor schaffen, dann brauchen wir Einheit, Autorität und Drill. Wir dürfen uns niemals leiten lassen von dem Gedanken, etwa ein Heer von Politikern zu schaffen, sondern ein Heer von Soldaten der neuen Weltanschauung
Goebbels, 1928:
Wir gehen in den Reichstag hinein um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn, die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben,. so ist das ihre eigene Sache. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht den Zustand von Heute zu revolutionieren.
Wenn es uns gelingt, bei dieser Wahlen sechzig bis siebzig Agitatoren unserer Partei in die verschiedenen Paramente hineinzustecken, so wird der Staat selbst in Zukunft unseren Kampfapparat ausstatten und besolden. Auch Mussolini ging ins Parlament. Trotzdem marschierte er nicht lange darauf mit seinen Schwarzhemden nach Rom. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafsherde einbricht, so kommen wir. Jetzt seid ihr nicht mehr unter euch!
Hitler 1932, als Zeuge vor dem Reichsgericht:
Die nationalsozialistische Bewegung wird in diesem Staate mit den verfassungsmäßigen Mitteln das Ziel zu erreichen suchen. Die Verfassung schreibt uns nur die Methoden vor, nicht aber das Ziel. Wir werden uns auf diesem verfassungsmäßigen Wege die ausschlaggebenden Mehrheiten in den gesetzgebenden Körperschaften zu erlangen suchen, um in dem Augenblick, wo uns das gelingt, den Staat in die Form zu gießen, die unseren Ideen entspricht.