http://de.wikipedia.org/wiki/Parteien_in_Polen

Parteien in Polen 

Aktuelle Situation

Die hier vorgenommene Einteilung in "Linke", "Mitte" und "Rechte" ist nicht unumstritten, da bestimmte Themen, welche die Parteien verbinden bzw. trennen, nicht den hier gewählten traditionellen Begriffen zugeordnet werden können. So stellt beispielsweise der Beitritt Polens zur EU ein schwieriges Problem dar, dem gegenüber die einzelnen Parteien sehr unterschiedliche und nicht immer eindeutige Positionen einnehmen. Dennoch kann die hier vorgenommene Einteilung gerechtfertigt werden: Einerseits verwenden einzelne Parteien selbst diese Begriffe (SLD, AWSP) in ihren Parteinamen, andererseits sorgt diese vergröbernde Darstellung für größere Übersichtlichkeit.

 

Die Linke

Die linken Parteien lösen sich allmählich aus ihrer postkommunistischen Vergangenheit und formen sich in der SLD als größter Partei Polens. Die SLD vertritt innenpolitisch sozialdemokratische Ziele, außenpolitisch ist sie an enger Zusammenarbeit mit EU und NATO interessiert. Eng verbunden mit der SLD ist die UP, die allerdings größere Distanz zur ehemaligen kommunistischen Regierungspartei PZPR hat. 

Mit der SLD-UP ist die auf Staatsinterventionismus setzende Bauernpartei PSL nach den Wahlen zum Sejm 2001 eine Koalition eingegangen und stützt damit die Regierung unter Ministerpräsident Leszek Miller (SLD). Im März 2003 ist PSL aus der Regierungskoalition ausgeschieden. Die Regierung von Miller besteht seither als Minderheitsregierung fort. 

Im März 2004 ist unter der Wortführerschaft von Parlamentspräsident Marek Borowski durch eine Abspaltung von der SLD mit der Polnischen Sozialdemokratie (SDPL) eine weitere Partei hervorgegangen, die im Parteienspektrum links angesiedelt ist.

 

Die Mitte

Der politische Liberalismus, repräsentiert durch die UW bzw. Teile von PO, hat kaum noch Bedeutung, nachdem der radikale Liberalisierungskurs nach 1990 vielen Menschen in Polen extreme soziale Nachteile gebracht hat. Zwar stehen nach wie vor hochangesehene Intellektuelle in den Reihen der UW, doch traut die Mehrheit der Bevölkerung ihnen nicht mehr die Lösung der wirtschaftlichen und sozialen Probleme zu.

 

Die Rechte

Wie auf dem linken gab es auch auf dem rechten Flügel der polnischen Politik den Versuch die bereits 1990 zersplitterten christlich-demokratischen, konservativen und nationalistischen Kräfte zu einer schlagkräftigen Partei, der AWS, zu bündeln. Dieses Projekt ist 2001 gescheitert, so dass nun viele einzelne Gruppierungen der Rechten (PiS, PO, AWS) um die Führung der Opposition kämpfen. Gleichzeitig haben sich am rechten Rand radikale Parteien gebildet (LPR und Samoobrona), die den EU-Beitritt als Bedrohung nationaler bzw. landwirtschaftlicher Interessen empfinden.

 

http://www.electionworld.org/election/poland.htm#2

 

Executive:
President: Aleksander Kwaśniewski (1995) SLD
Prime minister: Leszek Miller (2001) SLD. Miller will resign 2 may 2004.
The president is elected for a five year term by the people. The government is formed by the SLD and UP.

President: 8 october 2000 (61.1 %) %


Aleksander Kwaśniewski (Sojusz Lewicy Demokratycznej) 53.9
Andrzej Olechowski 17.3
Marian Krzaklewski (Akcja Wyborcza Solidarność) 15.6
Jarosław Kalinowski (Polskie Stronnictwo Ludowe) 6.0
Andrzej Lepper 3.1
Janusz Korwin-Mikke (UPR) 1.4
Lech Wałęsa 1.0
Jan Łopuszański 0.8
Dariusz Grabowski 0.5
Piotr Ikonowicz 0.2
Tadeusz Wilecki 0.2
Bogdan Pawłowski 0.1
Source: PAP

Parliament:
Parliament has two chambers. The Sejm (Diet) has 460 members, elected for a four year term by proportional representation in multi-seat constituencies with a 5 % treshold (8% for coalitions, requirement waived for national minorities). The Senat (Senate) has 100 members elected for a four year term in 40 multi-seat constituencies.

Sejm and Senat: 23 september 2001 (46.3 %) % 460 % 100






Koalicja Sojuszu Lewicy Demokratycznej i Unii Pracy (Coalition of the Alliance of Democratic Left and the Union of Labour)
- Sojusz Lewicy Demokratycznej (Alliance of Democratic Left, social-democratic)
- Unia Pracy (Union of Labour, social-democratic)
SLD
UP
41.0 216 . 75
Platforma Obywatelska (Citizens' Platform, centrist) PO 12.7 65 Senat 2001
Samoobrona Rzeczypospolitej Polskiej (Self Defence of the Polish Republic, agrarian conservative) S 10.2 53 . 2
Prawo i Sprawiedliwość (Law and Justice, anti-corruption) PiS 9.5 44 Senat 2001
Polskie Stronnictwo Ludowe (Polish People's Party, agrarian) PSL 9.0 42 . 4
Liga Polskich Rodzin (League of Polish Families, christian-nationalist) LPR 7.9 38 . 2
Koalicja Akcja Wyborcza Solidarność Prawicy (Coalition Electoral Action Solidarity of the Right, conservative)
- Zjednoczenie Chrześcijańsko-Narodowe (Christian National Union, conservative)
- Ruch Społeczny Akcja Wyborcza Solidarność (Social Movement Electoral Action Solidarity, conservative)
- Porozumienie Polskich Chrześcijańskich Demokratów (Alliance of Polish Christian Democrats, christian-democratic)
AWSP 5.6 - Senat 2001
Unia Wolności (Freedom Union, liberal) UW 3.1 - Senat 2001
Blok Senat 2001 (Blok Senate 2001)
- Platforma Obywatelska
- Prawo i Sprawieliwodść
- Koalicja Akcja Wyborcza Solidarność Prawicy
- Unia Wolności
- Ruch Odbudowy Polski (Movement for the Reconstruction of Poland, conservative)
Senat 2001 . 15
Mniejszość Niemiecka (German Minority, minority) MN 0.4 2
Non-partisans . 2
Source: Gazeta Wyborcza