gabriele weis  /  wodurch ´frieden´ tragfähig würde, 2001

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...als frucht von machtausgleich, von selbstgewiß-respektvollem dominanzverzicht, von ehrlichkeit und wechselseitiger sorgfalt im interessenstreit...

 

...als frucht der erkenntnis, daß wir nichts heilen helfen  - weder unsere eigenen fehler und rücksichtslosikeiten noch die irrtümer oder gar verbrechen anderer -,   wenn wir unserer so oder so empfundenen ohnmacht die maske lauter machtansprüche, moralforderungen und kampfansagen aufsetzen...

 

... als frucht tiefer bescheidenheit und intensiven vertrauens in die unauslöschliche lebendigkeit und die selbstheilungskräfte jenes ehrfurchtgebietenden wirkgefüges menschlicher begabungen, das wir viel zu wenig im blick haben und das dann am besten zum zuge kommt, wenn anmaßungen unterbleiben und durch angebote ersetzt werden...

 

... als frucht unseres wieder oder vielleicht auch ganz neu zu entdeckenden wissens darum, daß menschen unendlich viel mehr vermögen als alles über verhängnisvolle machtspiele regeln zu wollen   -

 

-   ein solcher     bedarf keiner gewaltmonopole, er bedarf überhaupt keiner gewalt, er bedarf keiner anspruchserhebungen, keiner international ins werk gesetzten bestrafungen und keiner bündnisse

 

er kommt dort zustande, wo sich menschen zu ihm entschließen und ihn ohne vorbedingungen an andere einfach stück für stück leben

 

n u r    s o    werden sie sich wechselseitig durch einen solchen entschluß zu ebendiesem entschluß befreien!

 

 

niemand, der nicht wüßte:   wie

 

niemand ohne erfahrung und praxis in solchem frieden

 

verdeutlichendes: